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Donnerstag, 10.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Erinnerungskultur

Bobingen sucht Künstler zur Gestaltung eines Gedenkorts

Die Stadt Bobingen sucht Künstlerinnen und Künstler zur Gestaltung eines Gedenkorts zur NS-Vergangenheit

Für die Gestaltung dieser Fassade werden Gestalter gesucht. Foto: Petra Harenbrock

Die Entdeckung der Biografie des Bobinger Ingenieurs und NS-Widerstandskämpfers Willi Ohlendorf sowie die Geschichte der rund 700 Zwangsarbeiter, die in dem im 19. Jahrhundert vom landwirtschaftlichen Dorf zum Industriestandort aufgestiegenen Ort als Sklaven gehalten wurden, und die Erforschung des Schicksals der Euthanasie-Opfer aus Bobingen und seiner eingemeindeten Stadtteile in den Akten der Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren/Irsee gaben letztes Jahr den Ausschlag in Bobingen einen Gedenkort einzurichten.

Nun lobt die Stadt Bobingen einen Wettbewerb für ein Kunstwerk unter dem Titel »Gegen Vergessen« aus. Realisiert werden soll ein Gedenkort auf dem Bobinger Friedhof an der Maria-Hilf-Straße/Gartenstraße. Hierfür steht die Westfassade der Aussegnungshalle zur VerfügungDer angrenzende kleine Platz/Garten mit Sitzgelegenheiten kann in das Kunstwerk einbezogen werden. Interessierte Künstlerinnen und Künstler können sich noch bis 5. Oktober bewerben. Eine Fachjury wählt aus allen Einsendungen die Finalisten und Finalistinnen aus, welche bis 9. Dezember ein Modell mit Beschreibung des Kunstwerks abliefern müssen. Die Ausschreibung wird von einem Ideenwettbewerb flankiert. Realisiert werden soll das Kunstwerk zeitnah im kommenden Jahr 2023. Bewerbungsmappen mit Kurzbiografie und Fotos von realisierten Arbeiten können bei der Stadt Bobingen eingereicht werden. Nähere Infos unter: www.kunstverein-bobingen.de