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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Beratungsstelle für Senioren mit Migrationshintergrund bleibt erhalten

Das Modellprojekt „Interkulturelles Netz Altenhilfe“ (ina) wird nach Auslauf der Förderung durch das „Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege“ in eine neue Beratungsstelle für Senioren mit Migrationshintergrund überführt.

Dr. Stefan Kiefer

Dr. Stefan Kiefer


Es handelt sich dabei um die dreizehnte Seniorenfachberatungsstelle in Augsburg. „Damit sichert die Stadt, dass auch weiterhin erhalten bleibt, was von ina während der fünfjährigen Projektlaufzeit aufgebaut wurde“, so Bürgermeister und Sozialreferent Dr. Stefan Kiefer. Träger der neuen Beratungsstelle ist die Arbeiterwohlfahrt Augsburg. Das Beratungsbüro ist im Sozialzentrum Herrenbach im SchwabenCenter untergebracht. In Augsburg leben etwa 21.000 Senioren mit Migrationshintergrund. Allein 2.200 davon haben türkische Wurzeln – eine Zahl, die in den nächsten Jahren steigen wird.

„Aus den meist wenigen geplanten Jahren in der Fremde wurde ein ganzes Arbeitsleben in Deutschland. Die sogenannte erste Generation der ehemaligen Gastarbeiter hat oft über 40 Jahre in Augsburg gearbeitet. Sie hat hart gearbeitet, zu oft bescheidenen Löhnen. Heute ist sie im Rentenalter und hat es verdient, dass wir in der Seniorenberatung auf ihre besondere Situation eingehen“, so Sozialreferent Kiefer. Um Senioren mit Migrationshintergrund zu unterstützen und Brücken zu den vorhandenen Altenhilfestrukturen zu bauen, wurde 2010 das Projekt ina gestartet – seinerzeit bayernweit das einzige Projekt dieser Art. Neben der Beratung wurden seither unter anderem eine spezielle Betreuungsgruppe, eine kultursensible Wohngruppe in einem Pflegeheim und ein ehrenamtlicher Besuchsdienst aufgebaut.

Die vielen Ehrenamtlichen rund um ina haben dabei knapp 5.000 Stunden ihrer Zeit eingesetzt, um den Senioren und Seniorinnen Geselligkeit zu schenken und sie zu unterstützen. Im Rahmen des ina-Frühstückstreffs im MehrGenerationenTreffpunkt Herrenbach informierte Sozialreferent Kiefer die 50 überwiegend türkischstämmigen Senioren über die dauerhafte Förderung von „ina“. Die bisherige Projektleiterin Nimet Saran wird künftig als Fachberatung für Senioren mit Migrationshintergrund tätig sein.



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