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Montag, 19.10.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Augsburger Kulturförderung: Kunst trotz(t) Corona

Das Augsburger Kulturamt legt besonderen Schwerpunkt auf Projekte, die in Corona-Zeiten das Erleben von Kultur möglich machen

Motto einer vergangenen lange Kunstnacht © Stadt Augsburg/ Leonie Pichler

Die Kulturprojektförderung des Kulturamts der Stadt Augsburg legt in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf Konzepte, die sich mit den geänderten Rahmenbedingungen für die Rezeption von Kunst und Kultur während der Corona-Krise auseinandersetzen und kreative Perspektiven aufzeigen.

OB Eva Weber: Die Corona-Krise erfordert ein Umdenken

Wie Oberbürgermeisterin Eva Weber ausführt, habe sich im Frühjahr 2020 für die Kunst- und Kulturszene alles verändert:„Kinos und Theater wurden geschlossen, Konzerte abgesagt, Projekte auf Eis gelegt. In vielen Bereichen trennt die Corona- Pandemie Kulturschaffende und ihr Publikum, das erfordert ein Umdenken. Deshalb sind neue Ideen, Strukturen und Kanäle für die analoge und digitale Verbreitung von Kunst und Kultur gefragt. Auf diese Weise können zum Beispiel originelle Konzertformate entstehen, die alle gebotenen Abstandsregeln berücksichtigen, aber auch Streaming-Angebote im Internet oder Kunstaktionen im öffentlichen Raum“, so die Oberbürgermeisterin.

Corona-taugliche Projektvorhaben

Kulturelle Vereine, Gruppen, Initiativen sowie Kulturschaffende, Künstlerinnen und Künstler mit Sitz oder Wohnort Augsburg sind aufgerufen, Projektvorhaben einzureichen, deren Realisierung unter Einhaltung aktueller Kontaktregeln möglich ist. „Es werden daher bevorzugt neue Projekte gefördert, die mehrere Künstler, Künstlerinnen oder Ensembles miteinbeziehen und Zugang zu neuen Formen des öffentlichen Kulturlebens und Kulturerlebens für ein breit gefächertes Publikum in der Stadt Augsburg schaffen“, so Kulturamtsleiterin Elke Seidel. Sie weist darauf hin, dass das Kulturamt auch in der Konzeptionsphase gerne in Bezug auf die Realisierbarkeit der angedachten Projekte berät. Die Genehmigungsfähigkeit durch die Ordnungsbehörde entsprechend der geltenden Auflagen wird vorausgesetzt. Um baldmöglichst neue Formate zu ermöglichen, wird die Förderung nach dem Windhund-Prinzip und der Konzeptqualität vergeben.

Anstelle von Großveranstaltungen neue Förderprojekte

Möglich wird die Förderung aufgrund der Absage von Großveranstaltungen bis zum 31. August. Davon ist unter anderem auch das Festival der Kulturen betroffen, das in diesem Jahr nicht in seiner gewohnten Form stattfinden kann.

Ansprechpartner für die Projektförderung ist das Kulturamt der Stadt Augsburg, Förderungen: Andrea Müller und Julia Lange Telefon: 0821 324 3251, kulturamt@augsburg.de. Unter www.augsburg.de/kulturfoerderung finden sich Förderanträge und detaillierte Förderrichtlinien.