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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Augsburger Fassadenpreis für vorbildlichen Denkmalschutz

Auch in diesem Jahr zeichnet die Stadt Augsburg wieder besonders gelungene Erneuerungen denkmalgeschützter Fassaden aus.

Am kommenden Montag überreicht Baureferent Gerd Merkle bei einem Empfang im Rathaus den Eigentümern der 15 prämierten Objekte ihre Urkunden. Gleichzeitig werden Fördermittel aus dem “Friedrich-Prinz-Fonds” übergeben. Aus dem Prinz-Fonds werden in Augsburg traditionell Fassadenerneuerungen gefördert. Mit unter den Preisträgern sind u.a. die Stuckfassaden der Hasenbrauereigebäude in der Konrad-Adenauer-Allee 31 und 33.

2005 ausgezeichnet: der Augsburger Hauptbahnhof

2005 ausgezeichnet: der Augsburger Hauptbahnhof (Foto: Stefan Steinhagen)


Der Prinz-Fonds geht auf Friedrich Prinz (1840-1914) zurück, der über 30 Jahre die Augsburger Kammgarnspinnerei leitete. Seine Stiftung, für die Prinz die Stadt Augsburg als Verwalterin einsetzte, war von ihm bestimmt “zur Herstellung von Anlagen und Bauwerken edelsten Stils, die zur Zierde der Stadt oder zur Annehmlichkeit ihrer Bewohner dienen und dabei alle Gesellschaftsklassen berücksichtigt.” Einen Teil der Vermögenserträge des Prinz-Fonds nutzt die Stadt Augsburg zur Auslobung des “Augsburger Fassadenpreises”.

Aus dem Prinz-Fonds erfolgen gelegentlich auch Ankäufe bedeutender Kunstwerke für die Städtischen Kunstsammlungen; im November 2008 wurde für einen hohen 5-stelligen Betrag ein silbernes Weihrauchschiffchen aus dem 16. Jahrhundert erworben. Auch die Errichtung der Freilichtbühne im Jahr 1929 wurde aus Mitteln des Fonds finanziert.