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Donnerstag, 26.05.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Museen fordert 2G Regelung

Die Arbeitsgemeinschaft der Bayerischen Museen, der der Augsburger Museumschef Dr. Christof Trepesch vorsitzt, fordert in einem Offenen Brief die 2G-Regelung für die Bayerischen Museen.

Schaezlerpalais in Augsburg © DAZ

Aktuell gilt für die Museen in Bayern eine 2G+Regelung, die besagt, dass an Veranstaltungen nur vollständig geimpfte oder genesene Personen teilnehmen können, die zusätzlich das negative Ergebnis eines Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests vorlegen können. (Für Personen mit Auffrischimpfung („Booster-Impfung“) entfällt die zusätzliche Testpflicht bei 2G+.)

Wenn dagegen „nur“ die 2G-Regel gilt, dürfen Personen, die vollständig geimpft oder genesen sind, den Ort oder die Veranstaltung besuchen. Ein zusätzlicher negativer Corona-Test ist nicht nötig. In der Gastronomie gilt in Bayern aktuell 2G, in den Museen 2G+.

Die unterschiedlichen Regelungen bezüglich des Infektionsschutzes sind nicht nur für die Bevölkerung anstrengend und irritierend, sie verstoßen zum Teil auch gegen Differenzierungsgebote, wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in seinem jüngsten Urteil erklärte. Das höchste Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat die grundsätzliche Beschränkung des Zugangs zu Einzelhandelsgeschäften auf Geimpfte und Genesene (2G) vorläufig außer Vollzug gesetzt.

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Offener Brief der Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern vom 20. Januar 2022:

 

Die Ungleichstellung muss ein Ende haben! 

Bayerische Museen fordern 2G-Regelung

Die bayerischen Museen sind durch die Einführung der 2G+ Regelung sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Das zeigt der dramatische Rückgang der Besuchenden in allen Häusern! Hierdurch kommen viele Museen Bayerns an die Grenzen ihrer Handlungsfähigkeit. Unser kulturelles Angebot ist, wie das der Theater und das aller sonstigen kulturellen Einrichtungen, ein Grundpfeiler unseres kulturellen Selbstverständnisses. Es gehört zum Nukleus des Kulturstaates Bayern.

Mit großem Unverständnis haben wir daher leider zur Kenntnis nehmen müssen, dass für die Gastronomie ein Sonderweg eingeschlagen wird, während man den Museen weiterhin einen Quasi-Lockdown verordnet. So kommt es in vielen unserer Häuser zu der paradoxen Situation, dass im Museumscafé 2G herrscht, während an der Museumstür 2 G+ verlangt wird. Wir als Vertreter der bayerischen Museen fordern ein Ende der Ungleichbehandlung der Museen, zumal die bayerischen Museen in jeder Phase der Corona-Wellen stets sehr verantwortungsvoll und umsichtig gehandelt haben. 

Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Museen in Bayern

Dr. Christof Trepesch (Augsburg) 

Dr. Marina von Assel (Bayreuth)

Dr. Maria Baumann (Regensburg)

Dr. Elisabeth Boser (Dachau)

Dr. Stefanie Buchold (Passau)

Dr. Frauke von der Haar (München)

Dr. Thomas Schauerte (Aschaffenburg)