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Montag, 20.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

AEV schlägt Ingolstadt und feiert ersten Heimsieg

Wenige Tage nach dem 6:5-Sieg im Derby in München erzielten die Augsburger Panther beim ersten Heimsieg erneut sechs Treffer. Gegen den ERC Ingolstadt setzten sich die Panther mit 6:3 durch. Die Treffer für den AEV erzielten Brady Lamb (13., 38.), John Rogl (28.), Michael Clarke (33.) und Jaroslav Hafenrichter (58.). Bei Ingolstadt waren Brandon DeFazio (6.), Tim Wohlgemuth (9.) und Mirko Höfflin (39.) erfolgreich. 

© Sport in Augsburg

Headcoach Tray Tuomie musste dabei weiter auf Olivier Roy, Niklas Länger, Henry Haase und den langzeitverletzten Thomas Holzmann verzichten. Spencer Abbott kehrte dagegen zurück und die Panther gingen mit Rückenwind nach dem Derbysieg in München in die Partie. Die Anfangsphase gehörte dennoch den Gästen, die den AEV mit ihrem schnellen Spiel immer wieder vor Probleme stellten. In der dritten Minute konnte Markus Keller einen Schuss von David Elsner gerade noch an den Pfosten lenken, aber wenig später ging der ERC in Führung. Nach einem Konter war es letztlich DeFazio, der den Puck irgendwie an Keller vorbeibrachte (6.).

Lamb mit dem ersten Powerplay-Treffer zum 1:2

Die Panther hatten kurz danach durch Abbott eine erste gute Möglichkeit, aber das Tor fiel erneut auf der anderen Seite. Nach einem Scheibenverlust in der neutralen Zone ging es schnell und Wohlgemuth stellte auf 0:2 (9.). Doch die Panther kamen ins Spiel zurück. Erst scheiterte David Stieler an Nicolas Daws, wurde dabei aber regelwidrig behindert. Das fällige Überzahlspiel nutzten die Hausherren endlich zum ersten Powerplay-Treffer der Saison: Torschütze war Lamb mit einem Knaller von der blauen Linie, nachdem zuvor Abbott sehenswert zurückgelegt hatte (13.).

Beim 1:2 blieb es auch nach 20 Minuten – auch weil Keller einmal noch herausragend gegen Wayne Simpson entschärfen konnte (19.).

Rogl gleicht aus – Überzahl funktioniert plötzlich

Im Mitteldrittel passierte zunächst wenig, bis die Panther in der 28. Minute ein wenig aus dem Nichts zum Ausgleich kamen. Nach einem überragenden Angriff über Drew LeBlanc bewies Hafenrichter tolle Übersicht und bediente Rogl, der eiskalt zum 2:2 einschoss. Sekunden später hatte Abbott sogar die große Chance auf die erstmalige Führung, doch die war nur aufgeschoben. Denn in Überzahl klappte es plötzlich. Clarke fälschte einen Schuss von Wade Bergman stark und unhaltbar ab und es stand 3:2 (33.). Doch wie schon in München hatten die Panther im Mitteldrittel einfach einen Lauf und legten sogar noch einmal nach. Erneut in Überzahl erzielte Lamb seinen zweiten Treffer des Abends (38.).

Valentine netzt in Unterzahl

Es war jedoch nicht das letzte Tor des Drittels, denn in Unterzahl ließ sich der AEV auf dem falschen Fuß erwischen und Ingolstadt kam nach einer schönen Kombination auch zu seinem ersten Powerplaytreffer (39.).

Mit dem 4:3 ging es in den dritten Spielabschnitt, aber Valentine konnte dort den alten Abstand schnell wieder herstellen – und das sogar in Unterzahl. Der Verteidiger schnappte sich die Scheibe, lief alleine auf den nach 40 Minuten ins Tor gekommenden Michael Garteig zu und blieb eiskalt (43.).

Hafenrichter mit der Entscheidung

Anschließend konzentrierten sich die Gastgeber beinahe ausschließlich auf die Abwehrarbeit, erledigten diese jedoch ganz stark, so dass Ingolstadt trotz einiger gefährlicher Situationen kaum zu hochkarätigen Chancen kam. Der ERC versuchte zwar alles, aber als Hafenrichter aus dem eigenen Drittel per Rückhand ins leere Tor traf, war das Spiel entschieden (58.).

Die Panther holten damit aus den vergangenen vier Spielen zehn von zwölf möglichen Punkten, nachdem man in den ersten vier Partien noch ohne Zähler geblieben war. Diese Serie möchte der AEV nun möglichst in Mannheim fortsetzen, wo es am kommenden Mittwoch weitergeht.