Die Augsburger Zeitung

DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur

Freitag, 23.2.2018 • Nr. 54 • Jahrgang 6 • www.daz-augsburg.de
sz

Nino Haratischwili erhält Bertolt-Brecht-Preis

Bertolt-Brecht-Preis 2018 geht an die Autorin Nino Haratischwili

Nino Haratischwili Foto (c) Danny Merz Sollsuchstelle

Nino Haratischwili Foto (c) Danny Merz Sollsuchstelle

Der mit 15.000 Euro dotierte Bertolt-Brecht-Preis der Stadt Augsburg wird im Jahr des 120. Geburtstags Brechts an Nino Haratischwili für ihre Theaterstücke und ihren Roman „Das achte Leben (Für Brilka)“ vergeben. Die öffentliche Preisverleihung findet am Donnerstag, 19. April, um 20 Uhr im Goldenen Saal im Rathaus statt. Andreas Platthaus, Ressortleiter Literatur und literarisches Leben bei der FAZ wird die Laudatio halten.

“Nino Haratischwilis Romane und Theaterstücke lassen sich mit den großen Exildramen Bertolt Brechts in Verbindung bringen. Ihre Begabung, komplizierte historische Prozesse, Revolutionen und Kriege ebenso wie menschliches Versagen, Opportunismus und Machtmissbrauch sowie individuelle Katastrophen in sinnliche Geschichte und großartige Frauenfiguren zu fassen, erinnert an Brechts „Mutter Courage“ und seinen Kaukasischen Kreidekreis “. - So die Begründung der Jury des Bertolt-Brecht-Preises. Zu Ehren des am 10. Februar 1898 in Augsburg geborenen Dichters und Dramatikers Bertolt Brecht verleiht die Stadt Augsburg seit 1995 (zunächst alle drei Jahre, seit 2016 im Zwei-Jahres-Rhythmus) den Bertolt-Brecht-Preis an Persönlichkeiten, die sich in ihrem literarischen Schaffen durch die kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart auszeichnen.

Unter der Leitung von Kulturreferent Thomas Weitzel gehören der Jury folgende Mitglieder an: Prof. Dr. Mathias Mayer, Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft der Uni Augsburg; Prof. Dr. Jürgen Hillesheim, Leiter der Bertolt-Brecht-Forschungsstelle der Stadt Augsburg; Literaturkritiker Hubert Spiegel (FAZ) und Uwe Wittstock; Shermin Langhoff, Intendantin am Maxim Gorki Theater Berlin und Andrea Koschwitz, Dramaturgin am Residenztheater München.

Bisherige Preisträger:

1995: Franz Xaver Kroetz

1998: Robert Gernhardt

2001: Urs Widmer

2004: Christoph Ransmayr

2006: Dea Loher

2010: Albert Ostermaier

2013: Ingo Schulze

2016: Silke Scheuermann


© 2018 DAZ V1.0 •• Realisiert mit WordPress