“Bauer to the people”: Direktkonzept kommt offenbar an
Die Marktschwärmerei in Augsburg wächst und zieht um ins „AKTI:F CAFE“. Mit dieser Meldung ist der Sachverhalt verbunden, dass sich das aus Frankreich kommende Konzept der Direktvermarktung auch in Augsburg etablieren könnte.

Der Kunde bezahlt seinen Warenkorb direkt nach der Bestellung online. Der Erzeuger gibt von seinem Nettoumsatz 8,35 Prozent an den Gastgeber für die Organisation der Schwärmerei und 8,35 Prozent an Marktschwärmer Deutschland für die Bereitstellung der Plattform ab. Der Großteil der Einnahmen bleibt mit 83,3 Prozent beim Erzeuger. Die Marktschwärmerei Augsburg wurde von Susanne Brückner gegründet. Nach einer erfolgreichen Eröffnung im Mai stiegen die Mitgliederzahlen auf über 470 an. Zwischen 40 und 50 Kunden bestreiten ihren Wocheneinkauf schon bei der Schwärmerei. Die Produktpalette wird stetig erweitert. Derzeit können Kunden aus über zweihundert verschiedenen Produkten pro Woche wählen.
Um dem gestiegenen Bedarf angemessen nachkommen zu können, wickelt das Unternehmen die Übergabe im AKTI:F CAFE in der Klinkertorstraße 1 ab. Die Idee der Online-Direktvermarktung kommt aus Frankreich, wo seit 2011 unter dem Namen “La Ruche Qui Dit Oui” (Der Bienenkorb, der Ja sagt) bereits knapp 700 Schwärmereien entstanden sind. In Deutschland startete das Netzwerk im Herbst 2014. Derzeit sind schon rund 30 lokale Märkte in fünf Bundesländern geöffnet, weitere 80 Schwärmereien werden in den kommenden Monaten folgen.