MAN-Brücke: Stadt sperrt PKW-Oberklasse und DHL & Co. aus
Seit dem heutigen Dienstag, 25. August 2026, darf die MAN-Brücke stadtauswärts nur noch von Fahrzeugen bis 2,1 Meter Breite befahren werden. Damit schließt die Stadt etwa die Hälfte aller modernen Mittelklasse-PKW, rund 70 Prozent der SUVs und nahezu die gesamte Oberklasse von der Brückenquerung aus.
Von Bruno Stubenrauch
Dürfen seit heute nicht mehr stadtauswärts über die MAN-Brücke: BMW X3 (2,14 m Breite mit Außenspiegeln), Audi Q5 (2,14 m), Volvo XC60 (2,12 m), Tesla Model Y (2,13 m), Mercedes GLE (2,16 m), Porsche Cayenne (2,19 m), Mercedes- Benz Sprinter (2,35 m)Ebenso betroffen sind praktisch alle Handwerkerfahrzeuge sowie die Liefer- und Paketdienste von DHL über DPD, Hermes und UPS bis hin zu Amazon. Sämtliche gängigen Transporter überschreiten das Limit von 2,1 Metern deutlich. Der Grund: Für das Verkehrszeichen 264 zählt nicht die Karosseriebreite im Fahrzeugschein, sondern das tatsächliche Maß von Spiegelaußenkante zu Spiegelaußenkante. Die Straßenverkehrs-Ordnung lässt hier keinen Spielraum: Die tatsächliche Breite bemisst sich exakt inklusive der Außenspiegel.
Die Stadt begründet die verschärfte Maßnahme mit der „erheblichen Missachtung“ der bisherigen Beschilderung (7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht ohne Breitenbegrenzung). Ob die neue Regelung nun besser greift oder angesichts der vielen betroffenen Alltags-PKW erst recht ignoriert wird, muss sich in den kommenden Tagen zeigen. Gutachten zur tatsächlichen Resttragfähigkeit der MAN-Brücke sollen im Oktober vorliegen. Danach werden die Karten ohnehin wieder neu gemischt.

Aufbau der neuen Beschilderung am 25. August 2026 (Bild: DAZ)