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Dienstag, 10.02.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

ÖDP-Stadtrat Pettinger kritisiert Umgang mit Hochtrassen-Antrag für Linie 5

Die Debatte um innovative Lösungen für den Augsburger Nahverkehr erreicht die politischen Gremien – allerdings nicht so, wie es sich der Antrag­steller erhofft hatte. ÖDP-Stadtrat Christian Pettinger kritisiert im Vorfeld der kommenden Sitzung des Bau­aus­schusses am 12. Februar den Umgang mit seinem Vorstoß zur Prüfung einer Hochtrasse für die Linie 5.

Von Bruno Stubenrauch

Schwebetram (Symbolbild)

Pettinger hatte vorgeschlagen, für die kritischen Kreuzungs­bereiche der Acker­mann­straße mit der B17 und der Kriegs­haber­straße eine Hoch­führung der Schienen­wege prüfen zu lassen. Ziel ist es, durch eine ver­gleichende Machbar­keits­studie der Stadtwerke zu klären, ob eine solche Hoch­trasse gegenüber dem aufwendigen Umbau von Rampen und Brücken Kosten sparen oder höhere Förder­gelder generieren könnte.

Verärgert zeigt sich der Stadtrat darüber, dass sein Antrag lediglich als „mündlicher Bericht“ des Bau­referenten auf der Tages­ordnung steht, statt zur förmlichen Abstimmung gestellt zu werden. Pettinger spricht davon, dass das Thema so „vom Tisch gewischt“ werden solle, ohne dass den Räten vorab ein schrift­licher Bericht zur Vor­bereitung vorlag.

Die DAZ hatte bereits unter dem Titel „Nahverkehrs-Visionen: Vom Boden­personal in die Lüfte“ über die grund­sätz­liche Idee berichtet, den ÖPNV in Augsburg durch Brücken­lösungen oder Hochtrassen zu beschleu­nigen. Während die Visionen einer „schwebenden Bahn“ medial für Aufsehen sorgten, scheint die Verwaltung im Rathaus die Pläne nun auf direktem Weg in die parla­men­tarische Ablage befördern zu wollen. Eine weitere Behandlung des Themas ist für die Stadt­rats­sitzung am 26. Februar vorgesehen.