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Donnerstag, 10.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

FCA verliert in Stuttgart

Der FC Augsburg verliert beim VfB Stuttgart mit 1:2. Das Tor der Augsburger erzielte Florian Niederlechner (4.). Für den VfB waren Guirassy (15.) und Anton (90+1) erfolgreich. Vor 46.000 Zuschauern in der Stuttgarter Mercedes-Benz-Arena verzückte der VfB seinen Anhang durch engagiertes Spiel und mit dem verdienten Siegtreffer in der letzten Sekunde.

Der FCA ersetzt den gesperrten Iago durch Jensen, ansonsten vertraut Chefcoach Maaßen den gleichen Akteuren, die vor einer Woche gegen RB Leipzig lange Zeit gut aussahen.

Bereits in der 4. Minute geht der FCA nach einem Fehler von Zagadou in Führung: Florian Niederlechner kann von rechts allein auf VfB-Keeper Müller zulaufen und chippt das Leder cool in die Maschen. In der Folge bleibt das Spielniveau überschaubar. Beide Mannschaften spielen ungenau und fahrig nach vorne. Es geht chaotisch hin und her. Beide Teams sind bemüht. Die Sturmreihen leben ausschließlich von den Fehlern der Abwehrreihen. Doch der erste saubere Angriff seitens des VfB bringt den Schwaben den Ausgleich: Pfeiffer legt für Sosa auf, dessen lange Flanke erreicht am zweiten Pfosten Serhou Guirassy, dessen Kopfballaufsetzer unhaltbar im FCA-Tor einschlägt (15.). 

Im weiteren Verlauf wird Stuttgart das bessere Team. Mit mehr Ballbesitz und mehr Willen im Spiel nach vorne bringen die Stuttgarter den FCA unter Druck, der kurz vor der Halbzeit großes Glück hat, als Sosa flankt und der Ball nach Koubeks Abwehr Silas vor die Füße fällt, doch Silas trifft nicht ins leere Tor, da Augsburgs Pedersen mit dem Oberschenkel den Ball übers Tor lenken kann. Das 1:1 zur Pause ist für den FCA ein wenig schmeichelhaft, auch wenn die bayerischen Schwaben durchaus ihre Torgelegenheiten hatten.

Gegen Stuttgart der beste Augsburger: Tomas Koubek © DAZ

Nach der Pause herrschen umgekehrte Verhältnisse. Der FCA dominiert das Spiel und macht sich zur Führung auf. In der 59. springt Sosa ein Ball von hinten an den waagrecht ausgestreckten Oberarm, doch  Schiedsrichter Tobias Stieler lässt weiterspielen. Eine 50:50-Entscheidung. Der FCA erspielt sich weiter Torchancen. Die größte entspringt wieder aus einem Standard: Berisha zirkelt einen Freistoß aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo sein alter Ego Demirovic das Leder mit dem Hinterkopf erreicht und das Tor nur knapp verfehlt (68.). Der VfB findet bis dahin kaum statt. Der FCA ist die bessere Mannschaft und spielt auf Sieg.

Doch plötzlich scheint den Augsburgern die Luft auszugehen. Der VfB dreht auf und der FCA kommt kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Angriff um Angriff rollt auf das Augsburger Tor zu, dessen starker Keeper Koubek das Unentschieden festzuhalten scheint. Mit Latte und Koubek im Verbund mit Niederlechner sowie dem Unvermögen der Stuttgarter Angreifer, die noch in der 90. Minute eine sogenannte 100-prozentige liegen lassen, scheint der FCA am 12. Spieltag zum 15. Punkt zu kommen. Doch dann fällt noch der Stuttgarter Siegtreffer: Tiago Tomas leitet einen scharfen Flachpass mit der Hacke weiter und bringt Verteidiger Waldemar Anton in einen Schusswinkel, den Anton zu nutzen versteht. Unhaltbar für Koubek schlägt der Ball ein – mitten ins Herz des FCA (90+1).

Die Augsburger verlieren das Spiel zurecht, weil sie, wie gegen Leipzig, in den letzten 20 Minuten nicht mehr aktiv im Spiel waren und kaum noch nach vorne für Entlastung sorgen konnten.

Am kommenden Samstag bekommt es der FCA in der heimischen WWK Arena mit Eintracht Frankfurt zu tun (15.30 Uhr).