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Donnerstag, 10.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Bundesliga

FCA gewinnt auf Schalke

Nach einem dramatischen Spiel schlägt der FC Augsburg am 8. Spieltag der Fußballbundesliga Schalke 04 in der Veltinsarena mit 3:2! Die Tore des FCA erzielten vor 60.000 Zuschauern Ermedin Demirovic (9. /21.) und André Hahn (77.). Für Schalke waren Simon Terodde und Tom Krauß erfolgreich (33./63.).

Nach zwei erkämpften 1:0-Siegen in Folge gab es für FCA-Trainer Enrico Maaßen keinen Grund etwas an der Startformation zu verändern. Zum dritten Mal beginnt der FCA mit der gleichen Elf.

Der FCA startet hellwach und zeigt zu Beginn, dass er kontrolliert aus der Deckung zu spielen versteht und mit seinen drei robusten Spitzen optional stets gefährlich wirkt. Die frühe 1:0-Führung der Augsburger fällt deshalb keineswegs überraschend: Gumny gelingt eine gedankenschnelle Balleroberung, das Leder kommt schnell zu André Hahn, der mit Tempo über die Knappen-Abwehr auf die linke Seite flankt, wo Demirovic frei im Strafraum steht, den Ball passend annimmt und überlegt einschiebt (9.). 

In der Folge kommt Schalke von Minute zu Minute besser ins Spiel und zu halben Tormöglichkeiten, die die Knappen nicht verwerten können. Und so fällt die Augsburger 2:0-Führung durch einen Konter. André Hahn gelingt ein Sensationspass in den Lauf von Berisha, der das Leder mitnimmt und überlegt zum mitgelaufenen Demirovic spielt, der direkt mit Links ins lange Eck einnetzt (21). 

Das Spiel ist für den FCA gegen verunsicherte Schalker nun gewinnbar, so die Gefühlslage der zirka 1.000 mitgereisten FCA-Fans, weshalb es verwundert, dass sich die Augsburger zurückdrängen lassen, ohne bemerkenswerte Konterattacken zu starten. Der Schalker Anschlusstreffer wirkt wie eine logische Folge des Spielverlaufs: Nachdem ein Foul von Schalkes Matriciani an Demirovic nicht gepfiffen wird, spielen sich die Schalker mit Tempo links durch, Drexler dringt in den FCA-Strafraum ein, FCA-Keeper Gikiewicz versucht den Winkel zu verkürzen, doch Drexler passt zurück zu Terodde, der überlegt verwandelt (33.). Bis zur Halbzeit beruhigt sich das bis dahin wilde Spiel. Und so geht der FCA mit einer 2:1-Führung in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff tut sich zunächst auf beiden Seiten nach vorne wenig. Beide Mannschaften bewegen sich zwar viel, ohne dabei aber gefährlich in die Strafräume zu kommen. Doch plötzlich eine Chance für den FCA: Nach einem Einwurf behauptet Demirovic den Ball und passt schnell zu Berisha, der den Ball volley aus kurzer Distanz nicht richtig trifft (57.). In der 61. Minute startet Demirovic einen grandiosen Lauf und passt am Schalker Strafraum quer zu Berisha, der den Ball annehmen kann und nach zwei Schritten abzieht – zu harmlos: Schalke-Keeper Schwolow kann den Ball abwehren. Doch nun gelingt Schalke nicht unverdient der Ausgleich: Drexler bedient klug den mitlaufenden Tom Krauß, der ansatzlos abzieht und den Ball hoch, da von Maximilian Bauer unhaltbar abgefälscht, zum 2:2-Ausgleich verwandelt (63.). Das ohnehin lebendige Spiel nimmt wieder voll Fahrt auf, und es geht rauf und runter. Schalke wird gefährlicher, auch das Schalker Publikum ist jetzt voll da, zumal Mergim Berisha nach seinem Ellenbogeneinsatz im Luftkampf mit Gelb-Rot vom Platz fliegt (71.). 

Danach hat der FCA besonders nach Eckbällen Glück, dass sich die Schalker vor dem Tor anstellen und zwei Topchancen vergeben. Mit Härte und Kampfkraft hält der FCA in Unterzahl das Unentschieden. Mehr noch: In der 77. Minute erobert der FCA auf starke Weise den Ball, der über Gruezo zu Robert Gumny kommt, der wiederum überlegt in die Mitte flankt, wo sich André Hahn im Kopfballduell durchsetzt und Schwolow keine Chance lässt: 3:2 für den FCA, der in der Schlussphase nichts mehr zulässt und seinen dritten Sieg in Folge einfährt. 

„Wir bleiben gerade deshalb, weil wir zuletzt erfolgreich waren, weiterhin kritisch, es gilt auf dem Teppich zu bleiben und weiter so zu spielen, wie in der ersten Halbzeit“, sagt FCA-Trainer Enrico Maaßen nach Spielende.

Am kommenden Samstag, den 8. Oktober, ist in Augsburg der VfL Wolfsburg zu Gast.

FCA-Startelf: Gikiewicz – Gumny, M. Bauer, Gouweleeuw, Iago – Gruezo, Rexhbecaj, Hahn, Demirovic – Niederlechner, M. Berisha.

Wechsel: (Jensen für Niederlechner/ 72.), (Pedersen für Demirovic/ 84.).