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Freitag, 16.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Bundesliga

FCA gewinnt in Bremen!

Der FC Augsburg gewinnt nach einer dramatischen Schlussphase in Bremen vor 41.000 Zuschauern mit 1:0. Das Siegtor des FCA erzielte Ermedin Demirovic nach schönem Zuspiel von Berisha (63.). 

Der FCA präsentiert sich in Bremen im Vergleich zu seinen ersten fünf Partien stark verbessert und startet wie die Feuerwehr: Berisha setzt sich auf der linken Seite gegen Veljkovic durch, dringt in den Strafraum ein, spielt den Ball flach an den ersten Pfosten, wo Werder-Keeper Jiri Pavlenka knapp vor Niederlechner klären kann (2.). Niederlechner fällt dabei auf das Knie des Werder-Keepers, der sich dabei verletzt. In der achten Minute vergibt Niederlechner die große Chance zur Augsburger Führung: Demirovic köpft den Ball in den Lauf von Niederlechner, der den Ball schön mitnimmt, an Pavlenka vorbei kommt, aber letztendlich frei vor dem Tor den Ball nicht unter Kontrolle bringt. Nach und nach kommt Bremen besser ins Spiel und erspielt sich die ersten Chancen. 

Zuerst scheitert Ducksch noch an Gikiewicz, da er den Ball freistehend nicht richtig trifft. In der 29. Minute muss der angeschlagene Werder-Keeper Pavlenka für Zetterer weichen. Das temporeiche Spiel geht nun auf hohem kämpferischen Niveau hin und her und in der 31. Minute scheint Bremen nach einem Freistoß, den Füllkrug mit dem Kopf verwandelt, in Führung zu gehen, doch der Treffer wird vom VAR wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung nicht gegeben. 

Das intensive Match wird gegen Ende der ersten Halbzeit fahriger. Der 0:0-Pausenstand entspricht dem Spielverlauf. Positiv aus Augsburger Sicht muss vermerkt werden, dass der FCA in der ersten Halbzeit mehr Torabschlüsse generierte, als in den fünf vorhergehenden Partien zusammen. 

Man of the match: Rafal Gikiewicz Foto: Lina Mann

Auch in der zweiten Halbzeit ist das Spiel intensiv und auf kämpferisch hohem Niveau, doch ohne große spielerische Struktur. Und wieder beginnt der FCA besser als die Gastgeber, aber das Spiel bleibt fußballerisch flach. Beide Mannschaften leben von den Fehlern der jeweils Ballführenden und schließlich geht mit dem FCA die bis dahin leicht bessere Mannschaft in Führung: Gruezo fängt wieder einmal einen Bremer Pass ab, spielt punktgenau Berisha an, der im Werder-Strafraum rechts außen den Ball korrekt verarbeitet und in die Mitte zum mitgelaufenen Ermedin Demirovic passt, der den Ball direkt aus kurzer Distanz verwandelt (63.).

Die Führung des FCA geht in Ordnung, verändert aber das Spiel der Brechtstädter, die von Minute zu Minute tiefer stehen und auch das Anlaufen nicht mehr so intensiv betreiben. Auch wenn die Augsburger in der 76. Minute noch zu einer Riesenchance kommen, bleibt Bremen leicht gefährlicher als der FCA: Durch einen Bremer Abwehrfehler kann Berisha frei vor dem Tor das Leder über Zetterer heben, doch der Ball geht an die Latte und prallt „falsch“ zurück, sodass die Kugel im Aus landet (76.).

Nun spielt nur noch Bremen und der FCA kommt kaum noch zu entlastenden Aktionen. In der 80. Minute eine Großchance für Bremen, die vom herausstürmenden Gikiewicz entschärft wird. Der FCA steht kompakt und tief, lässt Bremen kaum in den Strafraum und kämpft sich dem Spielende entgegen, ohne einen einzigen Konter zu fahren. 

Und so kommt es, wie es offensichtlich kommen musste: Bremen ergurkt sich einen Handelfmeter, der kaum zu verstehen ist und für emotionale Diskussionen auf dem Platz sorgt, da sich Schiedsrichter Petersen nicht für einen Video-Check entscheiden will.  

Glücklicherweise wird FCA-Keeper Rafal Gikiewicz in der Nachspielzeit zum Matchwinner des FCA, indem er den von Ducksch schwach getretenen Handelfmeter hält. Am Ende gewinnt mit dem FCA die glücklichere Mannschaft nicht unverdient. 

Am nächsten Spieltag (15.30 Uhr) ist der FC Bayern zu Gast auf dem Lechfeld.