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Mittwoch, 28.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Bundesliga 20. Spieltag

FCA geht in Leverkusen unter

Der FC Augsburg verliert am 20. Spieltag der Fußballbundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen mit 1:5. Die Tore der Werkself erzielten Karim Bellarabi (9.), Moussa Diaby (24./65./69.) und Alario. Den vorübergehenden Anschlusstreffer erzielte Arne Maier (62.) für einen FCA, der weder in Halbzeit eins noch in Halbzeit zwei auf Augenhöhe mitzuspielen in der Lage war.

Die Leverkusener waren in jeder Phase des Spiels nicht nur physisch schneller, sondern auch gedanklich und kombinierten sich mit der Leichtigkeit eines Balletts durch eine indisponierte Augsburger Abwehr, was nicht nur der anfänglichen Fehlaufstellung von FCA-Trainer Markus Weinzierl geschuldet war, der Augsburgs Abwehrchef Jeff Gouweleeuw zusammen mit Niklas Dorsch die Doppelsechs geben ließ, sondern auch den Außenverteidiger Gumny und Pedersen, die mit dem Spieltempo von Bayer überfordert waren. Viel zu einfach konnten die Leverkusener von hinten ihr Tempospiel eröffnen und beinahe widerstandslos durch die Sechserräume des FCA marschieren.

Das einzig Positive aus Augsburger Sicht: Nach 45 Minuten stand es nur 0:2, da Bayer mehrfach im Abschluss schlampte und einige Torchancen liegen ließ.

Nach vorne gibt es aus Augsburger Sicht zwei Sachverhalte festzustellen: Der FCA hatte lange Zeit nur eine Torchance durch den starken Arne Maier zu verzeichnen (14.). Zweitens: Augsburgs vielbeachteter Neuzugang Ricardo Pepi fand nicht statt und wurde von Markus Weinzierl in der 57. Minute viel zu spät ausgewechselt. Kaum war Florian Niederlechner für Pepi auf dem Feld, kam mehr Schwung in den FCA-Angriff: Niederlechner vergibt zunächst freistehend aus der Drehung eine Großchance (61.), doch eine Minute später bekommt der FCA einen 25-Meter-Freistoß zugesprochen, den Michael Gregoritsch kerzengerade auf den Körper von Bayer-Keeper Hradecky knallt. Der Abpraller fällt dem mitgelaufenem Maier vor die Füße, der das Leder zum 1:2 in die Maschen bolzt. 

Nun durfte man für den FCA hoffen, dass Leverkusen in Schwierigkeiten kommt. Und siehe da: Einige Minuten drängt der FCA auf den Ausgleich, ehe erneut der überragende Moussa Diaby auf 3:1 stellt (65.). 

Danach mühte sich der FCA weiterhin redlich, wurde aber immer wieder mit schnellen Konterattacken überspielt und konnte am Ende froh sein, dass das Bayer-Packet mit 1:5 verhältnismäßig moderat geschnürt wurde. Für den FCA, der in Leverkusen sowohl in der Abwehr, als auch im Spielaufbau eine schwache Leistung ablieferte, folgen nun die Wochen der Wahrheit.

Am Samstag (15.30 Uhr), den 5. Februar, ist in Augsburg Union Berlin zu Gast.