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Freitag, 03.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Zwölf gehen in die zweite Runde

Erste Ergebnisse beim Internationalen Violinwettbewerb Leopold Mozart

Peter Grab und die 12 Glücklichen, rechts Friedericke Starkloff aus Chemnitz (Foto: Christina Bleier)

Peter Grab und die 12 Glücklichen, rechts Friedericke Starkloff aus Chemnitz (Foto: Christina Bleier)


Nach drei Marathon-Durchläufen in der ersten Runde des Internationalen Violinwettbewerbs in Augsburg stehen die ersten Ergebnisse fest. Die Juroren hatten die schwierige Aufgabe, von insgesamt 52 hervorragenden jungen Geigern die zwölf Besten für den zweiten Durchgang auszuwählen. „Eine außerordentlich hohe Qualität“ bescheinigte Juryvorsitzender Rainer Kussmaul am Samstagabend allen Kandidaten, bevor er die Namen bekannt gab. Weitergekommen sind: Andrej Bielow (Ukraine), Marie Fuxovà und Roman Patocka (Tschechien), Suyeon Kang (Australien), Jehye Lee und die erst 15-jährige Hyeyoon Park (Korea), Anna Markova (Weißrussland), Jana Ozolina (Lettland), Stéphanie Radauer-Plank (Österreich), Shiori Terauchi und Arata Yumi (Japan). Von den neun deutschen Teilnehmern hat es Friedericke Starkloff aus Chemnitz geschafft. Förderpreise von jeweils 1.000 Euro vergab die Jury an Martha Cohen aus München und an die Japanerin Yuna Shinohara.

Zweite Runde mit Kammermusikprüfung

Alle zwölf stehen bei der zweiten Runde vor einem sehr anspruchsvollen Durchgang. Erstmals bei einem Wettbewerb müssen sie sich einer Kammermusikprüfung unterziehen, und zwar jeweils als „erste Geige“ des renommierten Henschel Quartetts. Gespielt wird ein Satz aus Streichquartetten von Mozart und Beethoven. Eine weitere Herausforderung ist die Interpretation des zeitgenössischen Auftragswerks für Violine solo der Komponistin Frangis Ali-Sade. Spannend: Die Dramaturgie der orientalischen Liebesgeschichte „Dastan“ wird sich immer wieder verändern. Denn die Reihenfolge, in der sie die vier Episoden des Werkes vortragen, überlässt die Komponistin aus Aserbaidschan den Teilnehmern selbst. Während ihres insgesamt einstündigen Vortrags spielen sie außerdem eine der Sonaten von Robert Schumann, Johannes Brahms, Edvard Grieg, César Franck oder Richard Strauss sowie – als vierte Aufgabe – ein Werk nach freier Wahl.

Die Durchgänge der zweiten Runde finden in der Teehalle im Hotel Drei Mohren statt: am Sonntag, 17. Mai, von 14 bis 22 Uhr und am Montag, 18. Mai, von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr. Einlass ist immer zum Beginn eines Vorspiels.

» www.leopold-mozart-competition.de