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Mittwoch, 11.01.2023 - Jahrgang 15 - www.daz-augsburg.de

Stadt beklagt „zu viele Störstoffe in der Biotonne“

Der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb der Stadt Augsburg (AWS) führt seit Oktober 2022 Tonnenkontrollen durch und stellt nun fest, dass sich zu viele „Störstoffe“ in der Biotonne befinden würden

Foto: DAZ

Ein großer Teil der Haushaltsabfälle besteht aus kompostierbarem Bioabfall und ist ein wertvoller Rohstoff. Aus ihm wird in der Vergärungs- und Kompostieranlage der Abfallverwertung Augsburg Kommunalunternehmen (AVA) Biogas, Flüssigdünger und Kompost gewonnen. Wie der AWS beklagt, wird der ökologisch sinnvolle Kreislauf jedoch durch einen hohen Anteil an Fremdstoffen im Bioabfall, allen voran Kunststofftüten, gestört. Die Aussonderung dieser Fremdstoffe ist technisch aufwendig und teuer. Auch sind die gesetzlichen Anforderungen an die Qualität des zu erzeugenden Komposts gestiegen.

Möglichkeit zur kostenpflichtigen Leerung als Restmüll

Im Rahmen der Tonnenkontroll-Aktion werden falsch befüllte Tonnen daher von den Müllwerkern nicht geleert und mit einem Anhänger mit entsprechenden Hinweisen versehen. Die Bürger haben dann die Möglichkeit, bis zur nächsten regulären Leerung den Tonneninhalt nachträglich zu sortieren und Störstoffe zu entfernen. Sollte es nicht möglich oder bis dahin nicht erfolgt sein, besteht die Möglichkeit, eine kostenpflichtige Leerung der unsortierten Tonne als Restmüll zu beantragen.

Der Appell an Bürgerinnen und Bürger

Der AWS appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, sauber zu trennen: „Dies sei gut für die Umwelt und wirke sich günstig auf die Abfallgebühren aus. Informationen zur korrekten Abfalltrennung für alle Abfallarten und Tipps was in die Tonne darf und was nicht, sind online auf aws.augsburg.de zu finden.