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Sonntag, 18.01.2026 - Jahrgang 18 - www.daz-augsburg.de

WSA fordert radikalen Kurs­wechsel in der Augsburger Baupolitik

Angesichts der stagnierenden Zahlen im Wohnungs­bau mahnt Helmut Wiedemann, Spitzenkandidat der Wähler­vereinigung „Wir sind Augsburg“ (WSA), tief­greifende struktu­relle Reformen in der Stadt­verwaltung an.

Von Bruno Stubenrauch

Helmut Wiedemann
(Foto: Joachim Schafnitzl)

Nach Ansicht des erfah­renen Bau­trägers scheitert das Bauen in Augsburg der­zeit selten an feh­len­den Ideen, sondern vielmehr an schwer­fälligen Struk­turen, Personal­mangel und einer unzu­rei­chen­den Digi­tali­sierung. Wiedemann kriti­siert dabei ins­be­son­dere die aktu­elle Rollen­ver­teilung zwischen Behörde und Bürgern: Wer in der Stadt Wohn­raum schaffen wolle, dürfe von der Ver­wal­tung nicht länger als Bitt­steller behan­delt werden, sondern müsse als Partner auf Augen­höhe wahr­ge­nommen werden.

Um den „Bau-Turbo“ in Augsburg tat­sächlich zu zünden, fordert Wiedemann die Ein­führung verbind­licher Genehmigungs­fristen und die konse­quente Umsetzung einer vollständig digitalen Bauakte, um Verfahrens­dauern drastisch zu verkürzen.

Neben einer personellen Stärkung der Bau­­ver­waltung macht sich der WSA-Spitzen­kandidat zudem für klare und verläss­liche Regeln bei der Nach­ver­dichtung stark. Sein Ziel ist eine moderne Ver­waltungs­kultur, die durch Effizienz und Verläss­lich­keit büro­kratische Hürden abbaut und so den dringend benötigten Wohnraum schneller und zeit­gemäßer reali­sierbar macht.