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Dienstag, 03.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Wildpferde und Rothirsche im Stadtwald

Seit Juni 2007 weiden auf 30 ha Kiefernwald-Heiden im Stadtwald Przewalskipferde und Rothirsche im Rahmen eines Pilotprojekts des Landschaftspflegeverbands Stadt Augsburg e.V. zu Erprobung alternativer Pflegekonzepte. Der Verband erstattete am Montag einen Zwischenbericht.

Sträucher werden von den Wildpferden vor allen Dingen im Winter gefressen

Sträucher werden von den Wildpferden vor allen Dingen im Winter gefressen


Die Kiefernwald-Heiden im Stadtwald sind etwas Besonderes. Denn das Mosaik aus offenem Kiefernwald und Heide ist der ursprüngliche Vegetationstyp am bayerischen Lech. Im Stadtwald befinden sich die größten zusammenhängenden Reste davon. Im Pilotprojekt des Landschaftspflegeverbands wird untersucht, ob die Pflege der Heiden, insbesondere deren Auflichtung, durch Weidetiere erfolgen kann.

Sowohl im Pferde- als auch im Hirschgehege zeigen sich inzwischen erste Erfolge. Besonders im zentralen Bereich des Hirschgeheges ist die Strauchschicht inzwischen deutlich aufgelichtet. Im Pferdegehege zeigen sich hingegen die deutlichsten Veränderungen in der Grasschicht. Im Gegensatz zu den Hirschen ist hier die Auflichtung der Strauchschicht geringer. Nach Ablauf des Projektzeitraums von fünf Jahren sollen aus den dann vorliegenden Ergebnissen optimierte Managementempfehlungen für den langfristigen Erhalt der lichten Kiefernwaldstrukturen im Naturschutzgebiet Stadtwald Augsburg abgeleitet werden.

Stadtwald: durch die Beweidung entstandene Mikrostrukturen (Fotos: LPVA)

Das Projekt kommt auch in der Bevölkerung gut an. 200 Führungen wurden schon durchgeführt und eine große Zahl von Projektpatenschaften vergeben.

Mehr im Internet: www.lpv-augsburg.de

Dort kann auch ein Zwischenbericht heruntergeladen werden.