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Freitag, 03.12.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

WBG-Stiftung zeichnet kreative Architekturstudenten aus

Am heutigen Freitag nahm OB Kurt Gribl im Foyer der Hochschule Augsburg die zehnte Preisverleihunq der WBG-Stiftung vor. Ausgezeichnet wurden acht Studentinnen und Studenten des Fachbereichs Architektur für ihre Studienarbeiten zur Augsburger Stadtentwicklung.

Die Studenten hatten sich mit fünf Themen auseinanderzusetzen:

  • Mobilitätsdrehscheibe Augsburg (Bebauung des dann ehemaligen Rangierbahnhofes)
  • Denkfabrik Augsburg – Campus und Entwicklungszentrum (nahe dem sog. Science-Park)
  • Eine neue Aussegnungshalle für Haunstetten
  • Platzaufwertung „Hinter der Stadtmetzg“
  • Jugend-Action-Center Sheridan

Von insgesamt 88 eingereichten Arbeiten kamen 18 in die Vorauswahl. Acht davon erhielten von Kurt Gribl als Kuratoriumsvorsitzendem und Prof. Herbert Jötten, Prodekan der Hochschule Augsburg, Preise zwischen 400 und 750 Euro überreicht.

Prof. Herbert Jötten und OB Kurt Gribl im Kreis der Preisträger

Prof. Herbert Jötten und OB Kurt Gribl im Kreis der Preisträger


Martin Vilgis wurde für den Entwurf der Bebauung des neuen westlichen Bahnhofsvorfelds mit innerstädtischen Wohn- und Büroflächen ausgezeichnet. Ihm gelang es nach Auffassung der Jury überzeugend, den künftigen Bahnhofszugang von Pfersee her attraktiv aufzuwerten. Gleich drei Preisträger gab es bei der Gestaltung der „Denkfabrik Augsburg“, einem Komplex aus Bürotrakten, Laborhallen, Erholungsräumen und der zugehörigen Landschaftsgestaltung zwischen Universität und B 17: Stephanie Pelger, Roland Zimmerer und Darya Zhdanova. Für ihren intelligenten und sensiblen Umgang mit der Entwurfsaufgabe „Neue Aussegungshalle in Haunstetten“ wurde Livia Mayer ausgezeichnet. „Die Lichtführung unterstreicht die sinnliche Erfahrung der gewählten Materialien Naturstein, Stampflehm und Holz. Die Materialien verweisen auf den Lebenszyklus“, so die Jury. OB Kurt Gribl bescheinigte der Preisträgerin „architektonische Sorgfalt“, der auch letzte Ruhestätten bedürften.

Hinter der Stadtmetzg: Ateliergebäude von Christian Groß und Tobias Grath

Hinter der Stadtmetzg: Ateliergebäude von Christian Groß und Tobias Grath


Für die architektonische und städtebauliche Bearbeitung des Platzes hinter der Stadtmetzg erhielten zwei Zweierteams den Preis. Das erste Bearbeiterduo Jeremias Gebler und Ulrich Kneifl platzierte eine riesige amphitheatralisch gestaltete Glastreppe an der nördlichen Platzwand, in deren Inneren ein Cafe und eine Bar untergebracht sind. Das zweite Team, Christian Groß und Tobias Grath, gab dem Platz mit einem scheibenartigen, rechteckigen, schmalen Gebäude eine Rückwand, die gegen Verkehrslärm abschirmt, Räume für Ateliers und Restaurationen und eine bespielbare Bühne aufnimmt. Die letzte ausgezeichnete Arbeit widmete sich Augsburgs größter Baustelle, der ehemaligen Sheridan-Kaserne. Was dort noch fehlt, ist ein sog. „Smallblock“ für Jugendliche, oder auf deutsch eine Freizeit- und Bewegungshalle. Daniel Eggeling entwarf einen kompakten Holzbau. Großen Wert legte er auf die Verknüpfung von Innen- und Außenbereich, wo sich eine phantasievolle Skater- und Außensportflächen-„Landschaft“ mit hohem Erlebniswert anschließt.

Erstmals wird die 1996 gegründete Stiftung heuer eine Dokumentation der prämierten Arbeiten erstellen. Damit könne man auch in Zukunft alle Preisträger in Erinnerung behalten, so der OB. Die Entwürfe sind derzeit im Foyer des B-Gebäudes der FH Augsburg an der Baumgartnerstraße, vor dem HypoVereinsbank-Auditorium B2.14, ausgestellt.