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Freitag, 21.01.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

WBG präsentiert Jahresergebnis 2010

Erfreuliches konnte OB Kurt Gribl gestern bei der Präsentation des Jahresergebnisses der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG berichten. Erstmals stieg der Bilanzgewinn über eine Million Euro. Außerdem bestätigte die Deutsche Bundesbank der WBG „Notenbankfähigkeit“ und damit eine hohe Bonität.

Liebe zum Detail: Fassadenmalerei in der Elisabethstraße

Liebe zum Detail: Fassadenmalerei in der Elisabethstraße


Mit 388 Mio. Bilanzsumme verlief das Jahr 2010 für die WBG mehr als zufriedenstellend. Die Geschäftsfelder der WBG und ihrer Tochtergesellschaft AGS reichten dabei vom kleinsten Badumbau bis zur Großinvestition in den Konversionsflächen. Das meiste Geld floss in den Wohnungsbau, auch wenn das angesichts der öffentlichkeitswirksamen Projekte wie dem Curt-Frenzel-Stadion, der Kongresshalle oder der Westparkschule nach außen nicht so deutlich wurde.

Der Immobilienbestand der WBG liegt bei knapp 13.000 Einheiten, davon 10.400 Wohnungen. Schwerpunktmäßig setzte die WBG im Jahr 2010 ihre wohnungswirtschaftliche Tätigkeit mit der energetischen und barrierefreien Erneuerung fort. Bereits 2.300 Wohnungen sind mit Aufzügen erreichbar, rd. 700 WE sind rollstuhlfahrergerecht. Die Wohnzufriedenheit ist hoch. Die Fluktuation liegt wie im Vorjahr bei 8 Prozent, ein WBG-Mieter bleibt also durchschnittlich 12 Jahre.

Modernisierung mit Liebe zum Detail

Modernisierung bedeute für die WBG aber nicht nur bauliche Aufwertung, sondern auch den Erhalt von besonderen gestalterischen Merkmalen, so OB Kurt Gribl. So wurde am Objekt Elisabethstraße 46 in Lechhausen „mit Liebe zum Detail“ eine Putzmalerei im Stil der Elisabethkirche in Originalgröße auf dem Energiesparputz wieder aufgebracht und damit „das, was für die Menschen heimatbildend ist“, erhalten.

Die Mieten sind bei der WBG nach wie vor erschwinglich. Die durchschnittliche monatliche m²-Miete betrug im Jahr 2010 rund 4,68 Euro, fast 2,40 Euro weniger als die in Augsburg ortsübliche Vergleichsmiete und nur 10 Cent mehr als 2009. Auch die Betriebskosten haben sich in den letzten fünf Jahren nur moderat verändert. Sie betragen durchschnittlich 1,39 Euro pro m² und Monat. Trotz des allgemeinen Anstiegs der Energiekosten verminderten sich für die WBG-Mieter die Heizkosten schon zum zweiten Mal: Nach 1,04 Euro pro m² im Jahr 2008 betrugen sie 0,95 Euro im Jahr 2010. „Dies ist auch Ergebnis unserer Energieeffizienzmaßnahmen“, so WBG-Geschäftsführer Edgar Mathe.

Die „zweite“ Miete – Grafik: WBG (zum Vergrößern anklicken)

Auch 2011 rege Investitionstätigkeit

Rund 27,4 Millionen steckte die WBG 2010 in Modernisierung und Bauunterhalt. Auch 2011 soll es mit der Revitalisierung des Wohnungsbestandes weitergehen. Insgesamt sollen Aufträge für 35,0 Mio. an die regionale Bauwirtschaft vergeben werden. Im Hochfeld geht die Erneuerung von 140 Wohnungen in die Zielgerade. In der Von-Richthofen-Straße entstehen 50 neue Wohnungen. In vier weiteren Stadtteilen werden sechs Wohnanlagen mit insgesamt 300 Wohnungen energetisch saniert.

In der Hochzoller Grüntenstraße wird im Frühjahr ein 4,8 Mio. teures Sonderenergieeinsparprojekt begonnen, gefördert von der Obersten Baubehörde im Bayer. Staatsministerium des Innern (DAZ berichtete). Damit wird beispielhaft aufgezeigt, welche technischen Optimierungen bei energiesparenden Wohnungen möglich sind.

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