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Mittwoch, 22.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Von der Handels- zur Fairhandelsstadt

Augsburg erhält Sonderpreis beim Bundeswettbewerb „Hauptstadt Fairer Handel“



Von der Handelsstadt zur Fairhandelsstadt – unter diesem Motto startet das Agendaforum Fairtradestadt Augsburg immer wieder Projekte, um mehr Menschen den fairen Handel näher zu bringen. Bekanntestes Augsburger Produkt ist die “faire Stadtschokolade”. Auch bei der inhaltlichen Gestaltung des neuen Fugger-und-Welser-Erlebnismuseums waren die Akteure der Lokalen Agenda 21 aktiv. Dieser Einsatz wurde am Montag, 21. September, in Rostock / Warnemünde mit einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro belohnt. Der Jury des Wettbewerbs gefiel, dass im Museum auch die Schattenseiten der damaligen Globalisierung benannt sind und der Faire Handel als wirksames Mittel zur Armutsbekämpfung präsentiert wird. Zudem werden im Museumscafé fairer Kaffee ausgeschenkt und weitere faire Produkte angeboten.

Vor Ort waren Ute Michallik, Leiterin der Steuerungsgruppe Fairtradestadt, Umwelt- und Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben und Dr. Norbert Stamm vom Büro für Nachhaltigkeit/Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 der Stadt. Den Preis überreichte der Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Thomas Silberhorn. Reiner Erben freute sich über die Anerkennung der Augsburger Fair-Trade-Aktivitäten: „Dieser Preis unterstützt die Agenda- und Nachhaltigkeitsarbeit in Augsburg. Mit fair trade kann jede und jeder direkt etwas tun, um die Welt ein Stück gerechter zu machen. Das spricht immer mehr Leute an.“ Auch Ute Michallik wird in einer städtischen Pressemitteilung zitiert: „Die Auszeichnung und die vielen guten Beispiele aus den anderen Städten, die wir heute hier gesehen haben, geben unserer Arbeit neuen Schwung.“

Sieger des alle zwei Jahre ausgeschriebenen bundesweiten Wettbewerbs ist die Stadt Saarbrücken. Sie darf ab jetzt den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels“ führen. Dieser 1. Preis ist mit 35.000 Euro dotiert. Insgesamt bewarben sich 83 Kommunen. Den zweiten Platz belegt die Gemeinde Bad Boll. Dahinter folgt auf dem dritten Platz die Stadt Neumarkt in der Oberpfalz. Die Städte Dortmund und Leipzig teilen sich den vierten Platz. Außerdem können sich die Städte Augsburg, Frankfurt am Main, Hannover, Nürnberg sowie Würzburg über Sonderpreise für besondere Einzelprojekte freuen. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb, der von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der Engagement Global gGmbH im Auftrag BMZ durchgeführt wird, 105.000 Euro an Preisgeldern vergeben.

Das Foto zeigt (v.l) Dr. Norbert Stamm vom Büro für Nachhaltigkeit / Geschäftsstelle Lokale Agenda, Ute Michallik, Leiterin der Steuerungsgruppe Fairtradestadt, Umwelt- und Nachhaltigkeitsreferent Reiner Erben sowie Thomas Silberhorn, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Foto: Dominik Schmitz / Engagement Global.