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Mittwoch, 14.08.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Vom „LIFE-Projekt Stadt-Wald-Bäche“ sollen Arten des Stadtwalds ökologisch profitieren

Der Freistaat und die Stadt Augsburg bewerben sich gemeinsam bei der EU um die Förderung eines großen Naturschutzprojekts

Die Stadtwaldbäche sollen in den kommenden Jahren ökologisch aufgewertet werden. Bildnachweis: Forstverwaltung/Stadt Augsburg

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat sich mit der Stadt Augsburg um die Förderung eines großen Naturschutzprojektes bei der Europäischen Union beworben. Das LIFE Förderprogramm der Europäischen Union will Arten und Lebensräume in Schutzgebieten von europäischem Rang, den sogenannten Natura 2000 Gebieten, erhalten und entwickeln. Im geplanten Projekt sollen die Bäche im Stadtwald ökologisch aufgewertet sowie angrenzende Lebensräume wiederhergestellt und optimiert werden.

Profitieren sollen Gewässerzustand und Lebensräume

„Im Rahmen des LIFE-Projektes sollen die zahlreichen Bäche zwischen Mandichosee und Hochablass ökologisch durchgängig gestaltet werden und mit deutlich mehr Strukturreichtum ausgestattet werden“, sagt Forstreferentin Eva Weber. „Außerdem sollen die Stadtwaldbäche wie zu früheren Zeiten wieder direkt mit dem Lech verbunden werden. Davon profitieren zahlreiche Fischarten und weitere Gewässerorganismen.“

Die Stadt Augsburg trägt mit diesen Vorhaben auch dazu bei, dass die von ihr verantworteten Gewässer – wie von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie vorgegeben – bis 2027 einen guten Zustand erreichen. Dieser wird im Bereich der Stadtwaldbäche mangels Durchgängigkeit und Strukturreichtum derzeit als nur mäßig eingestuft. Nicht nur die Bäche sollen von dem Projekt profitieren, sondern auch angrenzende Lebensräume, wie Quellrinnen oder der entlang der Bäche vorhandene Auwald.

Außerdem wird das LIFE-Projekt Stadtwaldbäche auch im Stadtgebiet über seine Ziele und Inhalte informieren. Neben einer Vielzahl von Veranstaltungen sind eine Wanderausstellung und ein interaktiver Erlebnispfad geplant. Das LIFE-Projekt trägt damit auch vor dem Hintergrund der UNESCO-Welterbe-Bewerbung dazu bei, das Profil Augsburgs als Wasserstadt zu stärken.

EU fällt Entscheidung Mitte des Jahres

Mit einer Entscheidung aus Brüssel ist bis Mitte des Jahres zu rechnen. In diesem Fall kann das LIFE-Projekt unter der Federführung der städtischen Forstverwaltung im Oktober dieses Jahres starten. Projektlaufzeit ist bis Januar 2027. Von den voraussichtlichen Kosten in Höhe von rund 6,64 Mio. Euro trägt die EU 60 Prozent. Je 15 Prozent übernehmen das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie der Bayerische Naturschutzfonds.

 



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