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Freitag, 25.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

KOMMUNALWAHL 2020

Unterzeichnerlisten: Große Sprünge und gute Chancen für Generation Aux, WSA und V-Partei

Bis zum 3. Februar steht die Frage im Raum, wer sich neu für den Stadtrat bewerben darf. 470 Unterstützer müssen sich auf fünf Listen in den Bürgerämtern eintragen, damit die Newcomer für die Stadtratswahl zugelassen werden. Jeder Unterstützer darf nur auf einer Liste unterschreiben. So schreibt das die Gemeindeordnung vor. 

Am heutigen Freitag, den 10. Januar, wurden um 8 Uhr vom Bürgeramt die neuen Zahlen der Unterschriften verkündet. In den vergangenen drei Tagen gab es Riesensprünge bei drei Anwärtern: Generation Aux, WSA und die V-Partei liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und klettern dabei auf die 400er-Marke zu. Spitzenreiter bleibt Generation Aux mit einem Zuwachs von 63 Punkten (von 287 auf 350 Unterschriften). Damit führen Brandmiller und Co. weiterhin das Feld an, wenn auch nur knapp.

Einen großen Schritt unternahm nämlich auch die WSA-Liste, die 104 Punkte zulegte, und somit auf 342 Unterschriften kommt. Strahlender Etappensieger der vergangenen drei Tage (Die./Mitt./Donn.) ist allerdings die V-Partei, die um 129 (!) Punkte zulegen konnte. Hut ab! Damit sind die Vegetarier bei 334 Unterschriften angekommen. Für diese drei Listen gilt die DAZ-Prognose, dass sie es schaffen werden, die 470er-Marke zu erreichen, während die Wahrscheinlichkeit zunimmt, dass Augsburg in Bürgerhand und DIE PARTEI bereits ab dem 3. Februar ihre Wahlplakate wieder abhängen können.

Auf Platz vier folgt nämlich die Augsburg in Bürgerhand-Liste, die mit einem satten Zuwachs von 76 Unterschriften DIE PARTEI überholen konnte. Mit diesem großen Schritt (insgesamt 179 Unterschriften) dürfen sich Marcon und Co. zwar noch Hoffnungen machen, aber es wird sehr, sehr knapp zugehen, sollten die Mobilisierungsunternehmungen dieser Liste überhaupt noch greifen. Lisa McQueen ist sich zwar immer noch sicher, dass DIE PARTEI das Ziel erreicht, doch das hat wohl eher mit ihrem sonnigen Gemüt, als mit der Realität zu tun. – Die Unterschriften vom heutigen Freitagvormittag sind bei diesen Zahlen noch nicht dabei.

“Die letzten 100 Unterschriften sind die schwersten”, so Karl Heinz Englet zur DAZ, der 2008 mit einer prominent besetzten Pro Augsburg-Liste ebenfalls schwer kämpfen musste. Im Jahre 2014 prognostizierte der viel zu früh verstorbene Klaus Sulzberger, damals Wahlleiter, dass man diejenigen wohl abschreiben müsse, die nach den Hl. 3 Königen noch unter der 200er-Marke liegen.