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Dienstag, 12.11.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Umbrüche in Kunst und Kultur: Tag des offenen Denkmals am 8. September

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Kultur“, so das Motto zum „Tag des offenen Denkmals“.

Die Villa Strauß in der Augsburger Nibelungenstraße, 1930 Bildnachweis: Architekturmuseum Schwaben, Nachlass Fritz Landauer

Am Tag des offenen Denkmals wird interessierten Besucherinnen und Besuchern das breite Spektrum des diesjährigen Themas „Moderne(e): Umbrüche in Kunst und Kultur“ vorgestellt. Mehr als 46 Programmpunkte machen dabei in Augsburg den Wandel der Stilrichtungen und die „Moden“ der Architektur erfahrbar. Über die Besichtigung von Bauwerken wie auch über Führungen und Lesungen wird das Thema erschlossen. Aktionen für Kinder ergänzen das Programm.

Den Tag des offenen Denkmals hat der frühere französische Kulturminister Jaques Lang 1984 ins Leben gerufen. Seit 1993 findet der Denkmaltag auch in Deutschland immer am zweiten Sonntag im September statt, heuer also am 8. September. Seit 2001 wird der Denkmaltag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die deutschlandweit die Präsentationen koordiniert, unter ein gemeinsames inhaltliches Dach gestellt. Anlass für das diesjährige Motto ist das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses.

Moden in der Architektur

Es gibt auch in der Architektur Moden. So war das hohe Mittelalter geprägt durch die wuchtige Romanik, welche durch die filigrane, himmelsstürmende Gotik abgelöst wurde. Gerade im Kirchenbau folgte häufig eine Stilrichtung der anderen.
Das moderne Bauen strebte dann gezielt die Vereinfachung an; Hierbei war das „Bauhaus“ als Schöpfer von Bauformen und Design führend. Einzelne Bauwerke dieser Zeit finden sich auch in Augsburg.

Inzwischen ist auch diese Baugestaltung durch die Postmoderne abgelöst, die wieder Zierelemente und regionale Besonderheiten zuließ.
Beim Denkmaltag 2019 wird das breite Feld des Themas mit seinen vielen Umbrüchen, aber auch den Hinweisen auf die Stilformen von Moderne und Postmoderne an zahlreichen Beispielen vorgestellt. Die historische Wehrtechnik wird ebenso präsentiert, wie die Wassertechnik in Augsburg mit ihren Wassertürmen und Triebwerkskanälen, die für das Handwerk so wichtig waren. Sie sind nicht umsonst Bestandteil des Augsburger Wassermanagement-Systems als Weltkulturerbe.

Broschüre und Programm in der Bürgerinfo erhältlich

Die verschiedenen Denkmäler werden in einer umfassenden Broschüre ausführlich beschrieben. Sie ist in der Bürgerinfo am Rathausplatz 1 und bei der Unteren Denkmalschutzbehörde (Rathausplatz 1) kostenlos erhältlich. Auch das übersichtliche Programm zum Tag des offenen Denkmals liegt in der Bürgerinfo aus.

Programm und Broschüre sind heuer erstmals nach den unterschiedlichen Verwendungstypen der Bauobjekte gegliedert. So sind beispielsweise sakrale Bauten oder Industriebauten zusammengefasst.

Eventuelle kurzfristige Programmänderungen werden im Internet unter www.augsburg.de/kultur/tag-des-offenen-denkmals/ mitgeteilt.
Ebenso informiert das Programm darüber, ob für die einzelnen Besichtigungen, Aktionen und Führungen eine Anmeldung erforderlich ist. Dort finden sich auch Angaben zur Erreichbarkeit. Teilnehmerkarten gibt es nicht.

Verschiedene Besichtigungen werden nicht von der Stadt Augsburg, sondern ehrenamtlich von Helfern oder Denkmal- Eigentümern durchgeführt. Soweit diese eine Anmeldung ausschließlich über das Internet vorsehen, bittet die Stadt um Verständnis.