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Mittwoch, 04.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Theatersanierung: Stadt setzt auf Dialog und neue Informationsformate

Die Stadt Augsburg geht in Sachen Theatersanierung und Neubauten in die Offensive.



theaterbroschüre

Städtische Informationsbroschüre: "Auf zehn Seiten im DIN-A4-Format wird über planerische und architektonische Ideen informiert."


Mit einem „Bürgertalk Theaterviertel“, der Broschüre „Theaterviertel aktuell“ und der Website www.theaterviertel-augsburg.de bietet die Stadt Augsburg neue Informationsformate zur Theatersanierung und zum entstehenden Theaterviertel an. Der Dialog mit den Bürgern beginnt bereits am Mittwoch, den 7. Dezember 2016, um 19 Uhr mit dem „Bürgertalk Theaterviertel“ in der brechtbühne.

“Wie geht es weiter mit der Theatersanierung nach dem gescheiterten Bürgerbegehren? Was sind die ersten baulichen Schritte? Welche Ideen der Bürgerbeteiligung werden umgesetzt? Was hat der künftige Intendant André Bücker mit dem Theater Augsburg vor? Wie können sich Bürgerinnen und Bürger während der Sanierungszeit für „ihr“ Theater einbringen? – Viele Fragen haben sich in den zurückliegenden Monaten angestaut. Weil es nicht zum Bürgerentscheid kommt, besteht für die Stadt jetzt zeitliche Planungssicherheit und mehr Verbindlichkeit bei Anfragen zum Projekt.” So begründet die Stadt in ihrer heutigen Pressemitteilung ihre neue Informationsoffensive.

Bürgerdialog: Es geht um die Sanierung und das ganze Theaterviertel

Beim „Bürgertalk Theaterviertel“ gehe es um mehr als die Sanierung des Großen Hauses samt Bühnenturm, die nach Vorbereitungsarbeiten ab 2018 starte, wie es in dem städtischen Statement heißt. Mit dem geplanten Neubau (Bauteil II) für Werkstätten, Probebühnen, Büros, Multifunktionsbühne und Gastronomie an der Kasernstraße entstehe ein städtebaulicher Impuls für das gesamte umliegende Viertel. Mit dieser Art „programmatischen Öffnung“ einschließlich neuen Platz- und Wegebeziehungen solle das Theater künftig sein Umfeld zu einem “Theaterviertel” prägen.

“Die Stadtgesellschaft ist eingeladen, rund um das Theater ihre Fragen zu stellen, Kritikpunkte zu äußern, Ideen einzubringen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen”, so das Dialogangebot der Stadt an die Bürgerschaft. Das neue Dialogformat feiert bereits am Mittwoch, den 7. Dezember Premiere. Nach der Vorgabe „Wer kommt, spricht mit“, sucht die Stadt zu aktuellen Themen das Gespräch mit engagierten Bürgern. Dabei sollen die Bürger bestimmen, über welche Punkte diskutiert wird. Wer etwas zu sagen hat, sitzt in einer Runde und auf Augenhöhe mit Vertretern der Verwaltung, Augsburger Einrichtungen und Betrieben. Für das kommende Jahr sind mindestens zwei weitere Bürgertalks zu relevanten Themen geplant.

„Theaterviertel aktuell“: Stadt produziert Informationsbroschüre

Oberbürgermeister Kurt Gribl, Baureferent Gerd Merkle, Kulturreferent Thomas Weitzel, der designierte Theater-Intendant André Brücker und Sebastian Seidel als Leiter des Sensemble Theaters stehen als Gesprächspartner für den ersten Talk zur Verfügung. Moderiert wird das Dialogformat von Horst Thieme. Nach einer Einführung und kurzen Statements zu den nächsten Sanierungsschritten wie auch den Auswirkungen auf das ganze Quartier, startet das Gespräch. Dazu nehmen jeweils maximal zwei Bürger auf dem Podium Platz. Es sollen möglichst viele Bürger zu Wort kommen. Zur ersten Veranstaltung „Bürgertalk Theaterviertel“ am 7. Dezember erscheint die erste Ausgabe einer neuen städtischen Broschüre „Theaterviertel aktuell“. “Auf zehn Seiten im DIN-A4-Format wird über planerische und architektonische Ideen informiert. Auch Finanzierungsfragen und Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung sowie weitere interessante Details werden verständlich aufbereitet. Die Broschüre erscheint anlassbezogen”, wie es in der städtischen Pressemitteilung heißt.

OB Gribl: “Wir nehmen Mitsprachemöglichkeit der Stadtgesellschaft ernst”

„Ich freue mich auf viele konstruktive Diskussionen, die dazu beitragen sollen, das Theater und sein Umfeld lebendig und erlebbar zu machen. Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern damit auch signalisieren, dass uns eine transparente Kommunikation ein großes Anliegen ist und dass wir die ernst nehmen“, so Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.