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Samstag, 17.08.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Theaterprojekt sucht Zeitzeugen zum Thema ‚Fischerholz‘

Im Rahmen des im Sommer stattfindenen Kulturprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest setzt sich das Theaterprojekt »Schluchten – Neue Nachbarn« mit der Geschichte der Sinti und Roma in Augsburg auseinander.

Hierfür werden noch Menschen gesucht, die zwischen 1945 und 2016 im sogenannten „Fischerholz“ zwischen der Schönbachstraße, Westendorfer Weg, Klärwerkstraße und der Äußeren Uferstraße gewohnt haben, aktuell dort leben, dort aufgewachsen sind oder dort als Kinder gespielt haben.

„Aus dem Fischerholz kommen“ ist im Augsburger Sprachgebrauch eine Umschreibung für einen »Sinto«, eine »Sintizza«, einen »Rom«, eine »Romni« oder »Jenische«, von denen dort viele nach dem Krieg unter ärmlichsten Bedingungen erst in Wohnwagen und später in Baracken leben mussten. Heute hat sich das Bild des Viertels verändert. Neben verwilderten Gärten mit Wohnwagen und Notunterkünften für Obdachlose stehen Einfamilienhäuser mit gepflegten Vorgärten. Geblieben sind manche Klischees und Vorurteile. Diesen will das Theaterprojekt »Schluchten – Neue Nachbarn« nachgehen und verschiedene Sichtweisen in den Mittelpunkt rücken. Auf der Grundlage von Interviews und Zeitzeugenberichten soll ein vielseitiges Bild entstehen, das gängige Stereotype kontrovers befragt.

Drei Aufführungen finden am 24. und 25. Juli im Rahmen des Veranstaltungsprogramms zum Augsburger Hohen Friedensfest statt. – Zeitzeugen sind herzlich eingeladen, sich bei der Regisseurin Dorothea Schröder, die das Projekt leitet, und ihrem Team zu melden: per E-Mail: nyx@ratundtat-kulturbuero.de / Tel.: 0179/6785300.



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