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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Tarifreform: Stadtwerke vermelden einen Fahrgastzuwachs von vier Prozent

Die Verkehrssparte der Augsburger Stadtwerke zeigt sich zwei Monate nach Inkrafttreten der Tarifreform zufrieden mit den ersten Bilanzierungen: Eine Kündigungswelle sei ausgeblieben und unter dem Strich ergebe sich ein Fahrgastzuwachs von vier Prozent.

Immer mehr Fahrgäste sind mit Bussen und Straßenbahnen unterwegs- wie hier am Königsplatz. Foto: swa / Thomas Hosemann

Immer mehr Fahrgäste sind mit Bussen und Straßenbahnen unterwegs- wie hier am Königsplatz. Foto: swa / Thomas Hosemann


So stieg die Zahl der Abo-Nutzer bei den swa zum Stichtag 1. März gegenüber dem Vorjahr um 5.122 auf insgesamt 41.118. Das ist ein Anstieg um 14,2 Prozent und der mit Abstand höchste je erzielte Wert in Augsburg. Das normale Mobil-Abo legt um über 20 Prozent auf gut 7.800 zu, das neue Mobil-Abo 9 Uhr, das auch das ehemalige Seniorenabo beinhaltet, um fast 23 Prozent auf knapp 11.500. Einen leichten Rückgang von 2,8 Prozent auf gut 9.000 gibt es beim übertragbaren Mobil-Abo Premium, dem eine Steigerung beim Firmen-Abo gegenübersteht. Mit fast 20 Prozent Zuwachs steigt die Zahl der Schülerabos auf über 10.700, nachdem es hier seit dem 1. Januar 2018 für alle Schüler einen Zuschuss zum Ticketkauf durch die Stadt Augsburg gibt. Auch die Zahl der verkauften Streifenkarten durch die swa steigt um rund fünf Prozent, dafür werden Einzelfahrscheine um rund acht Prozent seltener nachgefragt. Deutliche Steigrungen gibt es bei den elektronischen Tickets über die swa Fahrinfo-APP. Bei den Senioren in der Altersgruppe über 63 ist die Zahl der Abonnenten in Summe zum 1. März um rund 1.700 und damit insgesamt um gut 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Ticketverkäufe in den ersten beiden Monaten nach Inkrafttreten der AVV-Tarifreform bedeuten unter dem Strich bei den swa einen Fahrgastzuwachs von bereits heute rund vier Prozent.  Und Abo-Kündigungen? Die liegen auf oder gar unter dem allgemein üblichen Niveau von durchschnittlich 500 Kündigungen pro Monat. Gab es zum 1. Januar und damit zum Start der AVV-Tarifreform 496 Abo-Kündigungen, waren es zum 1. Februar 423 und zum 1. März 478. Ursachen für Kündigungen sind in der Regel Umzug, Wechsel des Arbeitsplatzes, Krankheit oder altersbedingte Einschränkungen.

Um die Effekte der AVV-Tarifreform insgesamt beurteilen zu können sind auch die Zahlen der anderen im AVV beteiligten Partner zu betrachten. Für gesicherte Erkenntnisse müssen außerdem noch einige Monate abgewartet werden, bis sich das neue Tarifsystem eingependelt hat. „Dennoch lässt sich aufgrund der Entwicklung der ersten beiden Monate feststellen, dass sich mit der AVV-Tarifreform ein deutlicher Zuwachs an Fahrgästen in der Stadt Augsburg ergeben wird“, wie es in einer Pressemitteilung der swa heißt.

Bis Mai wollen die Stadtwerke analysiert haben, an welchen Stellschrauben der Tarifreform gedreht werden muss, um die öffentliche Kritik ins System einzupflegen. Damit (und mit einem Bürgertalk) wäre der Nachbesserungsauftrag des Stadtrats erfüllt.



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