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Mittwoch, 07.11.2018 - Nr. 311 - Jahrgang 6 - www.daz-augsburg.de
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Straßenname erinnert an 14-jähriges NS-Opfer

Eine der außergewöhnlichsten Augsburger Straßenbenennungen findet man seit 2007 auf dem Areal der ehemaligen Sheridan-Kaserne. Die dortige „Ernst-Lossa-Straße“ erinnert an ein 14-jähriges Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie.



Der junge Augsburger, der zur Volksgruppe der Jenischen gehörte, starb im Jahre 1944 in der Anstalt Irsee durch eine Giftinjektion. Robert Domes, der das Schicksal von Ernst Lossa in seinem biografischen Roman „Nebel im August“ aufbereitet hat, erhielt am Mittwoch im Goldenen Saal des Rathauses den diesjährigen „Marion-Samuel-Preis“. Die Auszeichnung gegen das Vergessen und Verdrängen der von Deutschen während der NS-Zeit begangenen Verbrechen vergibt die „Stiftung Erinnerung“, gegründet vom FCA-Präsidenten Walther Seinsch und seiner Frau Ingrid.

Foto (von Stadtvermessungsamt): Ein Zusatztext am Straßenschild der „Ernst-Lossa-Straße“ klärt über den 14-jährigen Namensgeber auf.

» Ernst-Lossa-Straße im Amtlichen Stadtplan

» Ernst Lossa in Wikipedia

» Romanautor Robert Domes



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