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Dienstag, 13.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Stellplatzsatzung: ÖPNV soll stärker berücksichtigt werden

Fraktion Bürgerliche Mitte will Nachbesserungen bei der städtischen Stellplatzsatzung

Die Fraktion Bürgerliche Mitte will die Änderung der Stellplatzsatzung nutzen, um Verbesserungen für den öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Der zwischen CSU und Grünen nachverhandelte Kompromiss sehe lediglich die Aufnahme von Abstellplätzen für Fahrräder zusätzlich zu Autostellplatzplätzen vor. Das bewertet die fünfköpfige Fraktion als ungenügend.

„Wir halten es für richtig, die gestiegene Bedeutung von Fahrrädern in der Stellplatzsatzung zu berücksichtigen“, so Fraktionsvorsitzende Beate Schabert-Zeidler. „Aber es gibt in Augsburg eine sehr große Anzahl von Menschen, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Die sollten wir nicht vergessen.“

Konkret will die Bürgerliche Mitte Ausnahmen von der Pflicht, Stellplätze zur Verfügung zu stellen, zulassen, wenn Firmen, Geschäfte oder Praxen ihren Angestellten Job-Tickets anbieten. Auch Sportvereine und Konzertveranstalter sollen bei Besucherparkplätzen entlastet werden, wenn die Eintrittskarten als ÖPNV-Ticket genutzt werden können.