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Mittwoch, 30.09.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Stadtregierung: Wirtschafts- und Ordnungsreferent sind gefunden

Es ist noch nicht von allen Seiten bestätigt, da die letzten Gespräche noch geführt werden müssten, wie es heißt, doch wenn man genau hinhört, dann lassen sich im Subtext eindeutige Botschaften heraushören: Die beiden letzten Referenten der neuen Stadtregierung, die nicht ausgeschrieben werden, heißen: Wolfgang Hübschle und Frank Pintsch.

Von Siegfried Zagler

Frank Pintsch – Foto: Stadt Augsburg

Es war für die CSU nicht einfach, da sich auf ihrer Stadtratsliste kein Kandidat anbot, musste sie in der Stadtverwaltung suchen, längere Zeit soll Thomas Schmidt Tancredi im Gespräch gewesen sein, doch am Ende lief es dann doch auf Wunschkandidat Frank Pintsch hinaus, der nun Ordnungsreferent werden soll. Frank Pintsch ist derzeit 1. Stadtdirektor der Stadt Augsburg und hat einen tadellosen Ruf. Er wird als Stadtjurist fehlen. Wolfgang Hübschle ist als Wirtschaftsreferent vorgesehen. Hübschle war für die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft Augsburg AG tätig und arbeitet aktuell im Bayerischen Wirtschaftsministerium.

Mit Reiner Erben (Umwelt), Martina Wild (Bildung), Gerd Merkle (Bau), Roland Barth (Finanzen), Frank Pintsch (Ordnung) und Wolfgang Hübschle (Wirtschaft) stehen nun sechs von acht Referenten fest. Die beiden Referate, die ausgeschrieben werden, sind das Sozialreferat und das Kulturreferat.

Das Kulturreferat wird wohl ein schwer zu besetzendes Referat sein, da es “Referat für Kultur, Welterbe und Sport” heißt. Der erste Webfehler der neuen Stadtregierung mit Symbolhöhe, da “KuSpo” bereits in der Grab-Ära eine Art Methapher für Belanglosigkeit geworden ist. Der zweite nicht weniger politische Negativaspekt ist der Umstand, dass “Erinnerungskultur und Frieden” beim OB-Referat verortet wurden.

Für das Sozialreferat haben sich zuletzt ganz vorsichtig Ruth Hintersberger (CSU) und Stefan Kiefer (SPD) eher krachend ins Gespräch gebracht. Kiefer ist aktueller Sozialreferent und deshalb chancenlos, wie der aktuelle Kulturreferent Thomas Weitzel, die sich wohl beide aus rechtlichen Gründen bezüglich der Rentenversicherung nochmal bewerben werden.