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Mittwoch, 28.09.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

Stadtrat: SPD und Linke wollen bessere Bezahlung für Kita-Personal

Mit einem Antrag hat die soziale Fraktion (SPD/ Linke) eine bessere Bezahlung für die Beschäftigten in den städtischen Kitas thematisiert. Vorgesehen war, neben Änderungen bei der Eingruppierung auch eine Augsburg Zulage, wie es sie in anderen stark wachsenden Kommunen und Kreisen mit ähnlicher Entwicklung auf dem Immobilienmarkt bereits gibt. Die Stadtregierung hat den Antrag als nicht zu verwirklichen abgelehnt.

Dies ließ die SPD nicht unkommentiert:  „Die Stadt Augsburg hat als Arbeitgeberin in den vergangenen Jahren zunehmend Schwierigkeiten dringend benötigtes Personal – nicht nur aber besonders auch für ihre Kitas zu finden. In den letzten Jahren sind hunderte neue Betreuungsplätze entstanden und in den kommenden Jahren werden noch etliche weitere neue Plätze benötigt. Allein mit baulichen Maßnahmen werden jedoch keine Betreuungsplätze geschaffen. Diese Problematik wurde in den zuständigen Gremien des Augsburger Stadtrates immer wieder angesprochen. Daher ist es aus meiner Sicht absolut unverständlich, dass die Stadt Augsburg weitere Anreize zur Personalgewinnung schlicht ablehnt.“

Dirk Wurm, stellv. Fraktionsvorsitzender schlägt in die gleiche Kerbe. „Bayernweit schneidet Augsburg im Vergleich zu anderen Kommunen und Gemeinden mit einem Versorgungsgrad bei den Kita-Plätzen schlecht ab. Die Prognose, dass bis 2025 rund 4.500 Betreuungsplätze fehlen könnten, dürfte schon heute werdenden Eltern den Schlaf rauben. Die Landeshauptstadt München und andere Bayerische Kommunen sind wie die Stadt Augsburg Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband. Die Behauptung des Personalreferenten, dass es für eine bessere Bezahlung keine tarifrechtlichen Grundlagen gibt, bedeutet ja im Umkehrschluss, dass die Landeshauptstadt München und andere Kommunen tarifrechtswidrig handeln. Die Stadt Augsburg läuft durch diese ablehnende Haltung Gefahr der Verlierer in Bayern zu werden.“