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Montag, 20.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Stadtrat Peter Hummel zu hoher Geldstrafe verurteilt

Im Prozess gegen den Augsburger Stadtrat Peter Hummel (FW) ist das Amtsgericht Augsburg zur Auffassung gelangt, dass Hummel Peter Grab, der für die WSA im Stadtrat sitzt, verleumdet und eine ehemalige Parteifreundin diffamiert und beleidigt hat.

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Peter Hummel – Foto: privat

Aus diesem Grund wurde Peter Hummel gestern zu einer Geldstrafe von 13.650 Euro verurteilt (130 Tagessätze zu 105 Euro). Laut Staatsanwaltschaft habe Hummel WSA-Stadtrat Grab in einem Brief an den Vorsitzenden der Freien Wähler Augsburger Land wahrheitswidrig des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Verfasst soll der Brief von einer Frau sein, die es laut Polizei aber gar nicht geben soll. Außerdem wurde Hummel vom Amtsgericht Augsburg wegen Beleidigungen auf Facebook bezüglich einer ehemaligen Parteifreundin verurteilt.

Hummel bestreitet die Vorwürfe entschieden und wirft der Polizei vor, einseitig ermittelt zu haben. Nach Informationen der DAZ wird Hummel nach Beratung mit seinem Anwalt in Berufung gehen. Von den Freien Wählern erhält Hummel Rückendeckung bis das Urteil rechtskräftig ist. Das Gleiche gilt wohl auch für die Fraktion Bürgerliche Mitte, deren Vorsitzender Hans Wengenmeir gegenüber der DAZ erklärte, dass nun der Ball bei Hummel liege und man vor einem rechtskräftigen Urteil nicht darüber reden werde, wie es weitergehen soll.