Stadtjugendring: Jugend darf nicht pauschal vorverurteilt werden
In der gestrigen Vollversammlung des Stadtjugendrings sprachen sich die Delegierten der Jugendverbände einstimmig für den von der Vorstandschaft eingebrachten Initiativantrag aus. Der Antrag wendet sich vor allem dagegen, dass Jugendliche in der Öffentlichkeit undifferenziert als potentielle Gewalttäter dargestellt werden.

Zahlreiche Projekte praktischer Gewaltprävention
In der Antragsbegründung wurde auf zahlreiche Projekte wie Box- und Judoangebote, das gemeinsame Projekt der Malteser Jugend und der DEL „Fit in Fair Play“ und das Projekt „Keine Gewalt im Jugendbereich“ des Bayerischen Fußballverbandes verwiesen. Als weitere Beispiele für praktische Gewaltprävention in der Jugendarbeit wurden die Projekte „Soziale Gruppenarbeit“ in und mit Schulklassen (K15 und Georgsschule) und „Abenteuer Lernen“ (Jugendhaus H2O an der Martinschule) genannt.
Jugendarbeit müsse trotz leerer Kassen weiterhin unterstützt werden, forderte Roberto Armellini, der stellvertretende Vorsitzende des Stadtjugendrings, gestern in einer Pressemitteilung. Diese Unterstützung stelle „eine Investition in die Zukunft dar, die nicht durch kurzfristiges Denken gefährdet werden darf.“