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DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Dienstag, 15.10.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Kulturpolitik

Staatstheater Augsburg vom Landtag beschlossen

Ein Staatstheater Augsburg ist nicht mehr zu verhindern

Eine steile These, aber schwer zu widerlegen: Aktivist Frank Arnegger vor dem Augsburger Noch-Stadttheater © DAZ

Nach einer dreitägigen Marathon-Sitzung hat der Bayerische Landtag den höchsten Haushalt seiner Geschichte verabschiedet. Zirka 61 Milliarden Euro wird der Freistaat im kommenden Haushaltsjahr investieren. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung von 1,1 Milliarden Euro. Fast 30 Gesetze wurden erlassen. Darunter der Beschluss, dass Augsburg ab September 2018 ein Staatstheater erhält. Das Augsburger Stadttheater wird im Eiltempo in ein Staatstheater transformiert.

Alle Fraktionen stimmten für die Errichtung einer Stiftung nach dem Nürnberger Modell, wonach sich Stadt und Freistaat die Kosten zu gleichen Anteilen teilen. Das Staatstheater Augsburg ist somit nicht mehr zu verhindern. Damit setze die Staatsregierung ein Zeichen für die Regionalisierung der Kulturpolitik, so Wissenschaftsministerin Marion Kiechle. Der Augsburger CSU-Landtagsabgeordnete Bernd Kränzle fand lobende Worte für die schnelle Umwandlung und der schwäbische Landtagsabgeordnete Johann Häusler (Freie Wähler) sagte, dass mit dem neuen Staatstheater eine „Gerechtigkeitslücke“ geschlossen werde, da Augsburg  neben München und Nürnberg die dritte Metropole Bayerns sei. Die erste Initiative, das Augsburger Stadttheater in ein Staatstheater umzuwandeln, ging von den Freien Wählern aus. Ihr Umwandlungs-Antrag wurde damals von der CSU abgelehnt.



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