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Samstag, 21.09.2019 - Jahrgang 11 - www.daz-augsburg.de

Staats- und Stadtbibliothek: Kulturausschuss spricht sich gegen „Aufspaltung“ aus

Nach einer von Bernd Kränzle (CSU) beantragten Sitzungsunterbrechung einigte sich der Kulturausschuss gestern auf die Formel, dass die Staats- und Stadtbibliothek nicht städtisch/staatlich aufgeteilt werden soll.



Die Idee von Kämmerer Hermann Weber, mit dieser „Drohgebärde“ den Freistaat stärker bei den Verhandlungen um eine gerechtere Verteilung bezüglich der Kosten in die Pflicht zu nehmen (DAZ berichtete), ist somit vom Tisch. Unter dem Druck der Öffentlichkeit hat der Kulturausschuss den „Auftrag, Schaden von der Stadt abzuwenden“ (Karl-Heinz Schneider, SPD) in einen Beschluss gekleidet, der der Stadtregierung genügend Verhandlungsspielraum lässt und ihr zugleich den Rücken bei den Verhandlungen stärken soll. Dr. Barbara Rajkay – Historikerin und Betreiberin der Webseite rettet-die-stabi.de – und zahlreiche Mitstreiter überreichten Peter Grab vor der Sitzung zirka 380 Protestnoten aus der Bürgerschaft. Die Sicherung und Förderung des „Standortes der Staats- und Stadtbibliothek an der Schaezlerstraße ohne Abstriche“ (Wortlaut des SPD-Antrages) wurde zurückgestellt. Barbara Rajkay zeigte sich nach der Abstimmung (einstimmig) mit dem Teilerfolg zufrieden. „Natürlich ist es wünschenswert, dass der Standort erhalten bleibt“, so Rajkay, die die Renovierung des Hauses sowie die Eingliederung der ehemaligen Stadtbücherei in die Staats- und Stadtbibliothek als beste Lösung ansieht.

Foto: Dr. Barbara Rajkay (rechts) und ihre Mitstreiter überreichen Kulturreferent Peter Grab 380 Unterstützermails gegen die „Zerschlagung“



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