Staatliche Förderung für neues Römermuseum weiter offen
Die Finanzierung des geplanten neuen Römermuseums in Augsburg ist weiterhin ungewiss. Eine parlamentarische Anfrage der Augsburger SPD-Landtagsabgeordneten Anna Rasehorn zeigt, dass es vom Freistaat Bayern bislang weder eine verbindliche Förderzusage noch einen festen Zeitplan gibt.
Von Bruno Stubenrauch
Symbolbild
Wie das bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilt, basiert die aktuelle Diskussion lediglich auf einer Machbarkeitsstudie der Stadt Augsburg. Diese geht von Baukosten in Höhe von rund 60 Millionen Euro aus. Die Stadt hat den Freistaat um eine Beteiligung von 50 Prozent der Investitionskosten gebeten. Eine Entscheidung darüber steht jedoch noch aus; zunächst soll sich der Ministerrat mit dem Projekt befassen.
SPD: Hoffnungen werden als Fakten dargestellt
Kritik an der Darstellung der Situation kommt aus der Augsburger SPD. Parteichef Dirk Wurm und die neu gewählte Stadträtin Lara Hammer werfen der Stadtspitze vor, beim Römermuseum Hoffnungen als bereits gesicherte Fakten darzustellen. Tatsächlich sei derzeit „nichts in trockenen Tüchern“, so Hammer.
Der Augsburger Stadtrat hatte im Dezember 2025 grundsätzlich beschlossen, ein neues Römermuseum zu errichten. Als Standort wurde das Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt in der Karmelitengasse im Domviertel festgelegt.
