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Donnerstag, 05.08.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

SPD: Förster setzt sich gegen Wurm durch

Linus Förster konnte sich gestern Abend in der TSG-Gaststätte in Lechhausen auf der SPD-Nominierungsversammlung zur Bayerischen Landtagswahl 2013 knapp gegen Dirk Wurm durchsetzen. Im Stimmkreis West erzielte der zweite Augsburger SPD-Landtagskandidat Harald Güller ein einstimmiges Ergebnis.

Knapp gescheitert: Herausforderer Dirk Wurm

Knapp gescheitert: Herausforderer Dirk Wurm


Der amtierende SPD-Landtagsabgeordnete Linus Förster hat sich im Stimmkreis Ost gegen seinen Herausforderer Dirk Wurm mit 25:22 Stimmen behauptet. Förster ist somit als Augsburger SPD-Kandidat für die Landtagswahlen 2013 gesetzt. Harald Güller, der zweite Sozialdemokrat, der die Augsburger SPD weiterhin im Bayerischen Landtag vertreten soll, erhielt im SPD-Stimmkreis West als einziger Kandidat im Gemeindesaal von St. Martin von 41 Delegierten 41 Stimmen. Nicht ganz so glatt lief es für den einzigen West-Kandidaten für den Bezirkstag: Volkmar Thumser erhielt einige Gegenstimmen.

Debatte förderte tief verwurzelte Feindseligkeiten in der SPD zutage

Bestätigt: Linus Förster

Bestätigt: Linus Förster


Als das West-Ergebnis in der TSG-Gaststätte verkündet wurde, waren in Lechhausen erst wenige von den 21 Redebeiträgen zur Aussprache abgearbeitet. Linus Förster präsentierte sich als angeschlagener Kämpfer. „Ich bin zufrieden mit der Arbeit, die ich gemacht habe.“ Dirk Wurm zeigte sich als smarter Herausforderer, der „zwar schon lange mit dem Gedanken schwanger ging“, so Wurm, aber erst sehr spät, als einige Ortsvereine ihn darum gebeten hätten – nach Rücksprache mit Freunden und Familie – sich dazu entschließen konnte, gegen Förster anzutreten.

Richtig zur Sache ging es bei den Redebeiträgen zur Aussprache, die tief verwurzelte Feindseligkeiten in der Augsburger SPD zutage förderte. Dirk Wurm wurde von Klaus Kirchner, Heinz Paula, Christa Stephan und Stefan Quarg, Susanne Fischer sowie Margarete Heinrich unterstützt. Bei der Abstimmung sollte sich der SPD-Ortsverein Ulrich als „moralische Instanz“ (Förster) erweisen. Der von Frank Mardaus angeführte Ortsverein positionierte sich für Förster aus formalen Gründen, da die Begleitumstände der Kandidatur Wurms zwar satzungskonform seien, aber nicht den Gepflogenheiten der SPD entsprechen würden. Am Ende schlug Wahlsieger Förster seinen Kritikern in der ihm eigentümlichen Art eine aktivere Form der Zusammenarbeit vor: „Tretet mich in den Arsch, wenn ich ein Arsch bin.“ – Bei der Wahl zum Kandidaten für den Bezirkstag konnte sich Wolfgang Bähner mit 29:17 gegen Herausforderer Harald Eckert durchsetzen.