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Donnerstag, 22.10.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Sparen I: Neue Stadtbücherei geht am Stock

250.000 Euro soll die Neue Stadtbücherei 2011 einsparen. Das sind 15 Prozent des Gesamtetats, der deshalb so hoch ist, weil die „Miete“ an die WBG von zirka einer Million Euro dazugehört.



100prozentige Haushaltssperre aus der Sicht des Nutzers: Neue Stadtbücherei

100prozentige Haushaltssperre aus der Sicht des Nutzers: Neue Stadtbücherei


15 Prozent, eine Sparvorgabe, an die sich alle städtischen Kultureinrichtungen außerhalb des Stadttheaters zu halten haben. Der Chef der Neuen Stadtbücherei Manfred Lutzenberger hat gestern damit angefangen, die Dienstanweisung des Kämmerers umzusetzen. Betroffen sind allein die Nutzer der Bücherei. Lutzenberger strich den „Lesewunsch“ aus dem Programm und setzte den Etat für Neuanschaffungen auf Null. Derzeit läuft gegen das Sparprogramm der Stadtbücherei ein Antrag für den Härtefonds. „Bis der Antrag entschieden ist“, so Lutzenberger, „wird es keine Neuanschaffungen geben.“ Die 650.000 Euro aus Spenden der Stadtsparkasse und der Parkgaragen GmbH sind bereits in Medien umgesetzt, womit aus der Sicht der Nutzer seit gestern für die Stadtbücherei eine 100prozentige Haushaltssperre gilt.

Der „Lesewunsch“ ist (war) ein Spezialservice der Stadtbücherei. Ein Nutzer wünscht sich gegen eine Gebühr von einem Euro ein Buch, dass die Stadtbücherei dann für den Nutzer kauft. Nach der üblichen Ausleihfrist geht das neue Buch in den Bestand der Stadtbücherei.