DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Freitag, 17.05.2024 - Jahrgang 16 - www.daz-augsburg.de

Verkehr und Umwelt

Soziale Fraktion dringt auf Lösung des Parkplatzproblems am Zoo und am Botanischen Garten

Nachdem am vergangenen Ostermontag zirka 100 Fahrzeuge von Besucher des Zoos und des Botanischen Gartens auf einer Futterwiese im Trinkwasserschutzgebiet geparkt haben, fordert die Fraktion aus SPD und Linken im Augsburger Stadtrat eine Lösung für die Parksituation beim Zoo.  

Zu wenige Parkplätze am Zoo – DAZ-Archiv

„Alle Jahre wieder“. In Augsburg könnte man diesen Weihnachtsklassiker auch jedes Jahr im Frühjahr zum Besten geben. Mit den ersten schönen Tagen des Frühlings kommt das Parkplatz-Chaos an den Augsburger Zoo, dem Botanischen Garten und in die angrenzenden Stadtviertel“, bemängelt Fraktionschef Dr. Florian Freund. Dabei liegen laut Freund schon seit Jahren entsprechende Lösungsmöglichkeiten auf dem Tisch.

Der Zoo habe bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass die vorhandenen Parkplätze nicht ausreichen würden und es wurden damals schon Möglichkeiten für die Errichtung eines Parkdecks ausgearbeitet. „Unsere Fraktion hat sich deshalb seit Jahren immer wieder dafür ausgesprochen, endlich etwas zu unternehmen. Zuletzt haben wir vorgeschlagen, im Zuge der Sanierung des Spickelbades, auf dem dortigen Parkplatz ein Parkdeck zu errichten und entsprechende Kapazitäten zu schaffen“, so Freund. Passiert sei nichts.

„Wenn die schwarz-grüne Stadtregierung versuche, durch eine konsequente Verweigerung von Lösungen für das Parkplatzproblem am Zoo, die Menschen zum Verzicht auf das Auto zu erziehen, dann geht das beim Zoo an der Realität vorbei, weil Alternativen, wie eine attraktive ÖPNV-Anbindung, fehlen und ein Großteil der Besucherinnen und Besucher aus dem näheren und weiteren Umland kommen“, kritisiert Stadträtin Sieglinde Wisniewski. „Wenn Sie als Familie, in einer Landkreisgemeinde wohnen und am Sonntag in den Zoo oder in den Botanischen Garten wollen, dann können Sie genau ein Verkehrsmittel wählen“, erklärt Wisniewski. „Und das ist das Auto“. Diese Fakten könne man nicht einfach wegdiskutieren.