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Dienstag, 04.08.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Ausstellung: „Das Grüne Dach Europas“

Vom 14. Januar bis 13. März ist die Sonderausstellung „Das Grüne Dach Europas“ im Sonderausstellungsraum des Naturmuseums (3. Stock, Eingang Ludwigstraße 14) zu sehen.



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Gezeigt wird eine Foto-Dokumentation des größten Waldgebiet Europas mit Aufnahmen des renommierten Naturfotografen Berndt Fischer. Die Ausstellung ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist im Museumseintritt enthalten.

Der Oberpfälzer Naturfotograf Berndt Fischer versteht es wie kaum ein anderer mit seinen Ausstellungen, Bildbänden und Multivisionsvorträgen das Publikum von der Notwendigkeit des  Schutzes unserer Naturlandschaften, zu überzeugen. Mit seinen atemberaubenden Tier- und Naturaufnahmen hat sich Fischer eine internationale Reputation erarbeitet. Nachdem er sich mit seinem Vortrag über das größte Waldgebiet Europas bereits im November 2015 vorgestellt hatte, präsentiert Berndt Fischer im Naturmuseum auch seine gleichnamige Fotoausstellung “Das Grüne Dach Europas“.

Die waldbedeckten Mittelgebirge Nordostbayerns und Tschechiens stellen das größte Waldgebiet Europas dar. Von dessen Flussniederungen bis zu den Gipfelregionen finden sich alle Waldzonen der kühl gemäßigten Zone. Beide Parks zusammen haben für den europäischen Naturschutz eine außergewöhnliche Bedeutung, handelt es sich doch um das größte zusammenhängende und geschützte Waldgebiet Europas. Der vor 25 Jahren erstmals aufgetauchte Begriff vom „Grünen Dach Europas“ ist inzwischen zu einem Markenzeichen dieser Region geworden.

Berndt Fischer erzählt mit dem Bildband: „Das Grüne Dach Europas“ nicht nur die Geschichte einer urspünglichen Landschaft, sondern erzeugt mit der Auswahl seiner Motive eine Ästhetik der Unberührtheit, die die landschaftlichen Besonderheiten des ehemals unzugänglichen Grenzraums vom Fichtelgebirge bis zum Dreiländereck bei Passau reflektiert. Fotografie ist Kunst, und somit auch Naturfotografie. Fischers Bilder erzählen von der geronnenen Zeit in  Bergwelten aus Granit und Gneis, von der Ursuppe ausgedehnter Moore, von Urwaldrelikten, Waldweihern und unberührten Flusstälern, wo die Schwarzstörche aus den dunklen Nadelwäldern nach Nahrung suchen.

Ergänzt wird die Fotoausstellung durch eine Reihe von naturgetreuen Tierpräparaten aus dem biologischen Sammlungsbestand des Naturmuseums.