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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Schulsanierung: GEW greift Stadt an

Der Augsburger Kreisverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert die Stadt Augsburg scharf: „Viele Augsburger Schulen, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer müssen die Unfähigkeit der Stadt ausbaden, Schulentwicklung zu steuern und Gebäude in Schuss zu halten“, so die GEW in einer Pressemitteilung.

Schillerschule in Lechhausen © DAZ

Was sich bezüglich der Sanierung vieler Augsburger Schulen abspiele, sei ein Armutszeugnis für die Stadt. Wie in der Beschlussvorlage „18/01739 Peutinger Gymnasium“ des nächste Woche tagenden Stadtrats (TOP 13) nachzulesen sei, habe die Stadt innerhalb eines Jahres keine Räume für eine vorübergehende Nutzung für die Gymnasiasten des Peutinger Gymnasiums finden können, so die GEW. Die Schüler müssen wegen einer Brandschutzsanierung ausziehen. Konsequenz davon ist, dass das Peutinger Gymnasium in Zukunft weniger neue Schüler aufnehmen kann.

„Gleichzeitig verkauft die Stadt fußläufig erreichbare städtische Immobilien, die eine gute „Interimslösung“ dargestellt hätten (Fuggerstr. 12). Hier wurde ohne Not wurde ein attraktives Grundstück in der Innenstadt abgegeben“, wie es in dem Statement heißt.

„In Augsburg sind aufgrund mangelnden Bauunterhalts in mehreren Schulen die Treppenhäuser mit „Notabstützungen“ versehen, damit sie nicht einkrachen (St. Anna Grundschule, Löweneckschule). Der Brandschutz ist vielerorts so katastrophal, dass die Schulen kurz vor der Schließung stehen. Die Johann-Strauß-Grundschule beispielsweise hat gerade noch eine Genehmigung bis zu Beginn des Kalenderjahrs 2020. Dann muss Sie aufgrund der Mängel im Brandschutz geschlossen werden (TOP 12, BSV/18/01733 „Johann-Strauß-Grundschule“).“ So das GEW-Statement, in dem die Schul- und Bildungspolitik der Stadt als verantwortungslos dargestellt wird. Obwohl die Stadt nicht genügend Geld habe, die Schulen zu sanieren und zukunftsfähig zu gestalten, werde das Stadttheater mit großem finanziellen Aufwand saniert. In den Schulen sei die Sanierung notwendiger, so das Credo der GEW : „Neben mangelndem Brandschutz geht es hier auch um so gesundheitsgefährdende Mängel wie Schimmel in Unterrichtsräumen.“

In Anbetracht der zu bewältigenden Sanierungen und Erweiterungen sei nicht zu erkennen, wie die Stadt Augsburg mit ihrem bisherigen Vorgehen und ihrem sehr knappen Budget hier zu einem nachhaltigen Erfolg kommen könnte. So sei abzusehen, dass „die Schülerinnen und Schüler in Augsburgs Schulen, genauso wie die Lehrerinnen und Lehrer, auch in den kommenden Jahren Dauerbaustellen, Raummangel und untragbaren Zuständen in ihren Lehr- und Lernorten ausgesetzt sind!“

 



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