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Freitag, 23.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Schach: Schwäbische Meisterschaft mit Michail Umansky

Die besten Schachspieler Schwabens kämpfen von Donnerstag bis Sonntag im historischen Augsburger Wollmarktsaal um den Titel „Schwäbischer Meister“. Die beiden Erstplatzierten sind für die Bayerische Meisterschaft qualifiziert.

Unter den 50 gemeldeten Spielern aus dem Bezirk Schwaben sind neben sechs ehemaligen schwäbischen Titelträgern auch die beiden Internationalen Meister Mark Safyanowsky vom Schachklub Dillingen und Michail Umansky, der seit 10 Jahren für den TSV Haunstetten spielt, vertreten. Der ehemalige Fernschachweltmeister Umansky führt die Setzliste an und gilt als haushoher Favorit des Turniers.

Michail Umansky - Foto: Hans-Juergen Pollack

Michail Umansky - Foto: Hans-Jürgen Pollack


Michail Umansky ist seit 10 Jahren Augsburger und gehört zu den wenigen herausragenden Sportler-Persönlichkeiten der Stadt. Nicht nur weil er 1995 als 13. Fernschachweltmeister die Geschichte des Schachweltverbandes mitschrieb, sondern in erster Linie deshalb, weil er zu den wenigen lebenden Zeitgenossen gehört, deren Werk mit dem Image der Perfektion behaftet ist.

Ex-Weltmeister Garry Kasparov soll „Gott gesehen“ haben, als er Umanskys Partie gegen Hans Berliner analysierte. Kasparov hat fast 20 Jahre das Profischach dominiert und gilt trotz seines Rückzugs aus dem Spitzenschach immer noch als weltbester Schachspieler, der nicht selten die langatmigen Strategien und Ideen der Fernschachelite in sein Eröffnungsrepertoire einfließen ließ.

Michail Umansky ist für seine Schrullen bekannt und gefürchtet. Auf großen Open tritt er gern mit tief heruntergezogener Baseballmütze, Sonnenbrille und Halskrause an. In seinem „analytischen Laboratorium“ auf seiner Homepage lässt sich nachvollziehen, wie tief der Internationale Meister analysiert und dass es offensichtlich nicht einfach sein muss, aus dieser hermetischen und rationalen Welt in das merkwürdige Durcheinander des alltäglichen Lebens zurückzukehren.

» Das „analytische Laboratorium“ von Michail Umansky

Schwäbische Schachmeisterschaft

Donnerstag (Beginn 10 Uhr) bis Sonntag (Beginn der letzten Runde 9 Uhr)

Augsburger Wollmarktsaal, Beim Rabenbad 5