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Dienstag, 20.10.2020 - Jahrgang 12 - www.daz-augsburg.de

Reptilienbörse: PETA fordert Veranstaltungsverbot

Die Tierrechtsorganisation PETA übt Kritik an der am Samstag in Augsburg stattfindenden Reptilienbörse und fordert die Stadt auf, derartige Tierbörsen in Zukunft nicht mehr zuzulassen.

Am kommenden Samstag findet die Reptilienbörse Augsburg im Messezentrum Augsburg statt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. übt scharfe Kritik an der Veranstaltung und appelliert nun in einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, künftig keine derartigen Tierbörsen mehr zuzulassen. “Die Veranstalter von Terraristikbörsen nehmen den Tod unzähliger Tiere billigend in Kauf”, so die Tierschützer, da viele der empfindlichen Exoten bereits bereits verenden würden, bevor sie überhaupt in den Handel kommen. “Verlustraten von 70 Prozent gelten in der Zoohandelsbranche als üblich. Für die überlebenden Reptilien bedeutet die Zurschaustellung großen Stress, da sie meist tierschutzwidrig in kleinen Plastikboxen präsentiert werden.” PETA fordert die Stadt Augsburg deshalb auf, das bereits im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehene Verbot gewerblicher Tierbörsen für exotische Tiere bereits jetzt umzusetzen.