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Dienstag, 04.12.2018 - Jahrgang 10 - www.daz-augsburg.de

Plärrer: Das dritte Zelt kommt doch!

Trotz Bedenken seitens der CSU stimmte der Augsburger Stadtrat am gestrigen Donnerstag mit großer Mehrheit für die Verwaltungsvorlage bezüglich der Ausschreibung für das dritte Bierzelt auf dem Augsburger Plärrer.

Nach Auffassung von Günter Göttling (CSU) habe der einzig übrig gebliebene Bewerber eben doch nicht alle Kriterien erfüllt. Anders sah es das zuständige Referat. Noch vor einer Woche hatte Ordnungsreferent Dirk Wurm gegenüber der Augsburger Allgemeinen geäußert, dass die Verwaltung dem Stadtrat vorschlagen werde, Helmut Wiedemann das Festzelt zu genehmigen. Wiedemann habe die „Ausschreibungskriterien weitestgehend erfüllt“, so wurde Wurm zitiert.

Schwerwiegende Einwände juristischer Art seitens Stadtdirektor Frank Pintsch brachten die Stadträte zum Umdenken. Würde die Stadt nach einer abgeschlossenen Ausschreibung dem einzigen Kandidaten die Genehmigung verweigern, müsste die Stadt mit Regressforderungen rechnen. Deshalb müsse der Stadtrat den Verwaltungsvorschlag akzeptieren, so argumentierte auch OB Kurt Gribl, der sogar die nichtöffentliche Sitzung unterbrechen ließ, um die Fraktionsvorsteher ins Gebet zu nehmen.

Helmut Wiedemann erhielt den Zuschlag und darf nun im Herbst 2018 und im Frühjahr 2019 auf dem Plärrer ein Bierzelt betreiben. Danach soll wieder ausgeschrieben werden. Ob Wiedemann unter diesen neuen Bedingungen noch bereit ist, in die Plärrerzelt-Unternehmung zu investieren, ist aktuell nicht geklärt.



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