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Samstag, 18.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Panther-Checker

Licht, Schatten, Schatten, Hoffnung

Die letzten drei Spiele der Augsburger Panther am Dienstag gegen Hamburg (4:3), am Freitag gegen Krefeld (3:4, n.P.) und am Sonntag in Iserlohn (4:1) waren Schicksalsspiele um den Einzug in die Playoffs. Nur eines gewannen die Herren um Trainer Larry Mitchell, das gegen Hamburg – vermutlich zwei zu wenig.

Das ist bitter, denn seit Jahren sahen noch nie so viele Fans die Panther-Spiele wie in dieser Saison. Aber auch seit Jahren gab es keine so krassen Ausfälle wie etwa J. D. Forrest, dem gegen Iserlohn immerhin ein Eigentor gelang. Gerüchten zufolge soll er längst in München unterschrieben haben, wobei das eher für Augsburg ein Gewinn ist.

Panther-Checkerin gegen Hamburg und Krefeld im Curt-Frenzel-Stadion war Petra Jakob, Stehplatz-Dauerkarten-Besitzerin und Inhaberin der Deckenmanufaktur Germany in Mühlhausen.

Kommentiert für die DAZ die Spiele gegen Hamburg und Krefeld: Petra Jakob

Kommentiert für die DAZ die Spiele gegen Hamburg und Krefeld: Petra Jakob


Beschreiben Sie die Spiele in jeweils 5 Sätzen!

Hamburg: Nach einem starken Beginn mit zwei glücklichen Panther­toren liefen die groß gewachsenen, technisch besseren Kühlschränke aus. Im 2. Drittel zeigten beide Mann­schaften spannendes und hoch­klassiges Hockey mit bissigen Panthern. Durch klare Schieds­richter­fehl­entschei­dungen wurden die Augsburger und ihre Fans dermaßen angestachelt, dass sie den Sieg unbedingt wollten. Leider funktioniert das nicht immer. Das letzte Drittel war ausgeglichen und wurde durch das überragende Tor von T.J. Trevelyan gekrönt.

Krefeld: Das war ein Eishockeyspiel, in dem die Panther eigentlich zwei Drittel lang besser waren. Und auch in der Verlängerung hätten sich einige Chance geboten, wenigstens zwei Punkte zu sichern. Im Penalty-Schießen war das Glück dann auf der Seite der Gäste. So gingen die Fans einigermaßen enttäuscht nach Hause und hofften auf das Auswärtsspiel in Iserlohn. Immerhin ein unmittelbarer Gegner um den Playoff-Einzug. Es sollte anders kommen, das Spiel im Sauerland ging 4:1 verloren.

Was war für Sie die ausschlaggebend, dass die Spiele 4:3 (Hamburg) und 3:4 n.P. (Krefeld) ausgegangen sind?

Die Panther haben sich gegen Hamburg durch den zweimaligen Ausgleich und die miserable Schiedsrichterleistung nicht aus dem Konzept bringen lassen und ihren Spielplan durchgezogen. Gegen Krefeld war der Torhüter der Gäste, Lukas Lang, der entscheidende Akteur. Er zeigte Reaktionen, die wirklich grandios waren.

Welche waren für Sie die besten Panther?

Gegen Hamburg Patrick Ehelechner, der dem Team viel Sicherheit vermittelt hat. Gegen Krefeld Jeff Woywitka, ein überragender Mann, der – und das war für mich die sensationellste Nachricht seit langem – in Augsburg für ein weiteres Jahres unterschrieben hat. Das freut mich persönlich besonders, weil ich ihn vor einigen Jahren mal in New York auf dem Eis sehen durfte.

Wären Sie der Trainer gewesen, was hätten Sie anders gemacht?

Gegen Hamburg hätte ich mehr Kontakt zu den Spielern gesucht um sie zu motivieren. Am Ende hat das dann das Publikum übernommen – und es hat auch funktioniert. Auch gegen Krefeld fand ich die Aktionen von der Bank ein bisschen zu devensiv.

Wie beschreiben Sie die Augsburger Panther einem, der noch nie beim Eishockey war?

Fans und Spieler sind in Augsburg immer mit Herzblut dabei. Das ist nicht nur faszinierend, sondern tröstet auch über so manche Niederlage hinweg.

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Am kommenden Freitag geht es um 19.30 Uhr zu Hause weiter gegen die Kölner Haie – und wenn keine Wunder passieren, beginnt dann auch die Zeit, um Abschied zu nehmen.