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Freitag, 23.07.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Panther-Checker

Kein Biss

In einer schwachen Partie gegen die Iserlohn Roosters haben die Augsburger Panther am Sonntag nach zuletzt vier Siegen 1:4 vor heimischem Publikum verloren.

Bereits im ersten Drittel führen die Gäste 0:3. Im zweiten Durchgang verkürzten die Hausherren im Curt-Frenzel-Stadion in der 21. Minute zwar durch Jeff Woywitka auf 1:3, die Freude dauerte aber nur knapp 90 Sekunden, ehe Iserlohn auf 1:4 erhöhte. Im letzten Drittel fielen keine Tore und die meisten der 5369 Zuschauer waren irgendwie auch froh, als das unansehnliche und über weite Strecken quälend langweilige Spiel nach 60 Minuten vorbei war.

Panther-Checker bei dieser Begegnung war Rafael Ulbrich:

Rafael Ulbrich ist stellvertretender Filialleiter bei der Buchhandlung Thalia und hat seit über 30 Jahren eine Stehplatz-Dauerkarte bei den Augsburgern Panthern.

Rafael Ulbrich ist stellvertretender Filialleiter bei der Buchhandlung Thalia und hat seit über 30 Jahren eine Stehplatz-Dauerkarte bei den Augsburgern Panthern.


Beschreiben Sie das Spiel in fünf Sätzen!

Ich hoffe, dass niemand im Stadion war, der zum ersten Mal ein Eis­hockeyspiel besucht hat, weil sich derjenige womöglich überlegen könnte, es bei diesem einen Erlebnis zu belassen. Iserlohn war, obwohl dezimiert angereist, das ganze Spiel über die bessere Mannschaft und musste sich wirklich keine große Mühe geben, das zu demonstrieren. Während es an Kampfgeist und Engagement bei den AEV-Akteuren auf allen Positionen fehlte, waren die Sauerländer von Beginn an schneller, bissiger und mitunter auch glück­licher. Ein deutliches Zeichen für ein schwaches Spiel sind für mich immer die wenigen Strafzeiten. Die, die an diesem Abend gepfiffen wurden, waren allenfalls Nicklichkeiten.

Was war für Sie ausschlaggebend, dass das Spiel 1:4 ausgegangen ist?

Manchmal sieht man schon, wie die Jungs aus der Kabine kommen, dass das heute nichts wird. Es hat schlichtweg am Biss gefehlt. Vermutlich auch an der Einstellung. Und das von Anfang bis zum Ende. Aber solche Spiele passieren in jeder Saison jeder Mannschaft mal.

Wer war für Sie der Spieler des Tages?

Jeff Woywitka. Und nicht deshalb, weil er das einzige Tor für die Panther geschossen hat, sondern weil er aus meiner Sicht noch am meisten Einsatz gezeigt hat.

Wären Sie der Trainer gewesen, was hätten Sie anders gemacht?

Ich hätte eine Auszeit nach den zwei Gegentreffern im ersten Drittel genommen. Man kann unserem Trainer wirklich nicht viel vorwerfen, aber ich finde, dass er mitunter die Möglichkeit zu wenig nutzt, mit einer kleinen Pause seine Spieler wachzurütteln.

Wie beschreiben Sie die Augsburger Panther jemand, der noch nie beim Eishockey war?

Unabhängig von diesem Spiel gegen die Iserlohner ist Eishockey ein höchst emotionaler Sport und es macht immer wieder Freude, zu sehen, dass auch ein Team wie die Augsburger mit wenig Geld im Rücken in der Liga für Überraschungen sorgen und mit den Großen mithalten kann.

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Das nächste Spiel findet am Dienstag, 7.1.2014 in Schwenningen statt. Am Freitag, 10.1.2014 sind um 19.30 Uhr die Hamburg Freezers zu Gast im Curt-Frenzel-Stadion.