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Freitag, 11.11.2022 - Jahrgang 14 - www.daz-augsburg.de

OB Kurt Gribl im Presseclub

v.l.n.r. Alfred Schmidt, Dr. Kurt Gribl und Wolfgang Bublies am 6. Dezember 2010 im Presseclub

Von Siegfried Zagler

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl war am vergangenen Montag zum zweiten Mal Gast im Augsburger Presseclub, dessen Vorsitzender Dieter Baur zu diesem Anlass nur Mitglieder des altehrwürdigen Vereins eingeladen hatte. Zu Beginn der kurzweiligen Veranstaltung wurde von Baur darauf hingewiesen, dass man sich darauf verständigt habe, einen vertraulichen „Off the Records-Abend“ in Club-Atmosphäre zu verbringen. Alfred Schmidt (Chefredakteur der lokalen Augsburger Allgemeinen) und Wolfgang Bublies (Chefredakteur der Sonntagspresse und des Augsburg Journals) moderierten launig und fragten zielsicher die schwierigen Schnitt- und Baustellen der Stadtregierung ab. – Gribl gab geradeaus Auskunft und nahm – wie bei vertraulichen Hintergrundgesprächen nicht unüblich – die ein oder andere persönliche Bewertung vor – auch in Bezug auf sich selbst. Wie es nun nach dem Bürgerentscheid am Königsplatz und mit dem Bahnhof weitergehe, war – gemessen an der dafür verwendeten Zeit – ein sehr kurz angerissener Themenbereich. Nach Gribls Verhältnis zu bestimmten Referenten wurde gefragt und wie er sich ohne CSU/ Pro Augsburg Mehrheit im Stadtrat weiterhin behaupten wolle. Nicht selten entwickelte sich mit den geladenen Gästen eine Gesprächssituation. Über die Entwicklung des CFS-Debakels sowie von der nicht leicht zu überschauenden Kulisse bezüglich der geplanten und beschlossenen Interimsspielstätte fürs Stadttheater wurde beinahe im Erzählton geplaudert. Gribls Analysen und Annahmen, warum der Theater-Container nicht so flott über die Bühne gegangen sei, hätte allein für einen DAZ-Aufmacher inklusive Leitartikel gereicht. Es war einer jener Abende, die die Folien für zukünftige Recherchen und zahlreiche Artikel beschriften. Vieles wurde von Gribl zwar nur kurz angetippt oder elegant umschifft und so richtig ausgiebig aus dem Nähkästchen wurde auch nicht geplaudert, dennoch war die Veranstaltung dergestalt informativ, dass die DAZ darüber gern detailliert berichtet hätte.