OB-Kandidat Wegner mahnt fairen Wahlkampf an
In einem offenen Brief an seine Mitbewerber um das Augsburger Oberbürgermeister-Amt setzt sich Roland Wegner (V-Partei³) für mehr Fairness und Chancengleichheit im Wahlkampf ein.
Von Bruno Stubenrauch
Hauptkritikpunkt ist der Ausschluss kleinerer Parteien von öffentlichen Podiumsdiskussionen, was Wegner als Beeinträchtigung der demokratischen Qualität und des öffentlichen Vertrauens wertet.
Fairness-Kodex und eine eigene Veranstaltung
Wegner schlägt daher die Einführung eines freiwilligen Fairness-Kodex vor: Die Kandidaten sollen sich gemeinsam für inklusive Veranstaltungen stark machen, das Fehlen von Mitbewerbern transparent thematisieren und anerkennen, dass demokratische Gleichheit unabhängig von der Parteigröße gelten muss.
Als praktisches Zeichen für diese politische Reife regt Wegner an, eine eigene, gemeinschaftlich finanzierte Diskussionsrunde mit allen zehn Bewerbern zu organisieren.
Erste Nagelprobe heute Abend?

Als Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl gelabelt, aber nur vier sind geladen (Screenshot Instagram)
Ob Wegners Vorschlag ankommt, kann sich gleich am heutigen Mittwoch, 21. Januar zeigen: Um 18.30 Uhr laden Aktivisten um Fridays for Future unter dem Label „Kommunalwahl“ Politiker zur Podiumsdiskussion zu Klimathemen ein (DAZ berichtete). Wer allerdings das gesamte Spektrum von Parteien und Wählergruppen erwartet, wird enttäuscht sein. Nur die Linke, die Grünen, SPD und CSU wurden eingeladen. Bei Volt, V-Partei³, FDP und Pro Augsburg kam das nicht gut an, wie die Kommentare unter dem Veranstaltungsplakat auf Instagram zeigten.