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Donnerstag, 16.09.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

OB Gribl gegen weitere Asylbewerberunterkunft an der Grenze zu Bärenkeller

Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl bewertet die Pläne der Gemeinde Neusäß, in der Nachbarschaft des Augsburger Stadtrats eine Asylbewerberunterkunft für 180 Asylbewerber zu erstellen, als einen Vorschlag, der die Idee der dezentralen Unterbringung unterläuft.

Dr. Kurt Gribl

Dr. Kurt Gribl

Zur Absicht der Stadt Neusäß, an der Stadtgrenze zu Augsburg eine Asylunterkunft für 180 Asylbewerber zu errichten, sagt Oberbürgermeister am heutigen Montag, dass „alle Gemeinden, Landkreise und Städte gefordert sind, nach ihren Möglichkeiten Asylbewerber gerecht verteilt unterzubringen.“ Augsburgs Oberbürgermeister verdeutlicht in einer Stellungnahme, dass eine Asylbewerberunterkunft in Neusäß die Nachbarstadt Augsburg  nicht zusätzlich beeinträchtigen dürfe.

Nachbar sei in diesem Fall der Stadtteil Bärenkeller, wo bereits rund 150 Asylbewerber dezentral untergebracht seien und um die sich ein aktiver Helferkreis aus Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils bestens kümmere. „Die Idee der dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern ist die Idee von einer gleichmäßigen und gerechten Verteilung auf alle Stadtteile und Sozialregionen, und zwar so, dass eine Betreuung von Asylbewerbern im Rahmen der Nachbarschaft gewährleistet ist. Deshalb erteilen wir dem vorgesehenen Standort der Stadt Neusäß eine klare Absage“, so Oberbürgermeister Kurt Gribl.