DAZ - Unabhängige Internetzeitung für Politik und Kultur
Sonntag, 28.11.2021 - Jahrgang 13 - www.daz-augsburg.de

Nur noch fünf Monate

Der Königsplatz liegt im Zeitplan

Vertreter der Stadt und der Stadtwerke Augsburg informierten am gestrigen Freitag die Medien über den Stand der Bauarbeiten am Kö-Haltestellendreieck. Im Dezember soll alles fertig sein.



Noch fehlt die glatte Blech-Untersicht des riesigen Daches und das umlaufende weiß leuchtende Lichtband, aber die Großzügigkeit des zentralen Umsteigeplatzes des Augsburger ÖPNV, auf dem in fünf Monaten 120.000 Fahrgäste täglich erwartet werden, lässt sich bereits ablesen. 11 Meter breit ist der frisch gepflasterte Bahnsteig A, auf dem OB Kurt Gribl und Stadtwerkechef Norbert Walter gestern zum Baufortschritt berichteten.

Am 15. Dezember ist Stichtag

OB Kurt Gribl und Norbert Walter am Bahnsteig A

OB Kurt Gribl (links) und Stadtwerke­chef Norbert Walter am Bahnsteig A


Bis September soll das acht Meter hohe Haltestellendach und die Glasfassade fertig sein, ebenso die kleineren äußeren Haltestellendächer. Der Kö wird sich dann äußerlich in fast fertigem Zustand präsentieren. Der Innenausbau, die Gleisanlagen und Fahrleitungen folgen im Oktober. Ab Mitte Oktober beginnen die Stadt­werke mit Testfahrten, die Mieter werden ihre Räume möblieren und einziehen. Im November erfolgt die Beampelung, Beschilderung, Beleuchtung und Halte­stellen­­ausstattung mit Bänken und Fahr­schein­­automaten. Parallel dazu werden das Pflaster und die Freianlagen rund um den Hochbau fertiggestellt. Am 15. Dezember ist Stichtag: Dann geht der neue, 35 Millionen Euro teure und 7.500 m² große Königsplatz in Betrieb.

Baustelle ist im Zeit- und Kostenplan

Bei der Arbeit: Monteure und Kameraleute

In luftiger Höhe bei der Arbeit: Monteure und ein a.tv-Kamerateam


Norbert Walter, der gestern seine letzte Pressekonferenz als Stadtwerkechef absolvierte, gab sich optimistisch: „Wir sind im Zeit- und im Kostenplan.“ Optimistisch äußerte sich auch OB Kurt Gribl auf Nachfrage zur Leistungsfähigkeit des Kaiserhofknotens. Alle bisherigen Verkehrsprognosen der Experten zu den verschiedenen Umbauzuständen hätten gepasst. Es gebe deshalb keinen Grund, an der ausreichenden Kapazität im Endausbau zu zweifeln, wenn dann neben dem Individualverkehr auch der öffentliche Personennahverkehr über die Kaiserhofkreuzung fährt. Die nächste Veränderung im ÖPNV werden die Fahrgäste am 9. September spüren: Dann wird der Manzubogen abgebaut und ein neuer Fahrplan tritt in Kraft.